Bildung und Ausbildung

Grenzüberschreitende Studien in der Oberrheinregion

Grenzüberschreitende Studien in der Oberrheinregion

Es gibt 7 Universitäten in der Oberrheinregion:

  • In Frankreich die Université de Haute-Alsace (Mulhouse/Colmar) und die Universitäten Louis Pasteur, Marc Bloch, Robert Schuman. Die drei Universitäten in Strassburg sind seit 2009  fusioniert. Die neu entstandene Universität heisst "Université de Strasbourg".


ERASMUS und ERASMUS Mundus

  • Wenn Sie Bürger der Europäischen Union sind (im Fall der Oberrheinregion französischer und deutscher Staatsbürger), können Sie an dem EU-Aktionsprogramm für studentische Mobilität teilnehmen (dem Programm "ERASMUS"), das 1987 aufgelegt wurde. Während die Phasen I und II von ERASMUS die Förderung "körperlicher Mobilität" hauptsächlich von Studenten betraf, zielt das neue Programm auf Mobilität im Rahmen von weiter gefassten Kooperationsaktivitäten ab, indem in die von den Studenten besuchten Kurse eine europäische Perspektive eingefügt wird. Der Schwerpunkt wird mehr auf den Austausch von Hochschuldozenten, auf die Ausarbeitung von transnationalen Studienprogrammen und auf die paneuropäischen Themennetzwerke gesetzt.
  • Wenn Sie Staatsbürger eines Drittlandes sind (die Schweiz ist als Drittland vorgesehen, unter dem Vorbehalt, dass ein bilaterales Abkommen mit der Schweiz geschlossen wird): ERASMUS Mundus ist ein Kooperations- und Mobilitätsprogramm der EU im Bereich Hochschulbildung, dass für die herausragende Stellung der Europäischen Union (EU) im Bildungsbereich rund um die Welt wirbt. Es fördert europäische Masterstudiengänge von höchster Qualität und versucht, den Bekanntheitsgrad und die Attraktivität der europäischen Hochschulbildung in Drittländern zu verbessern. Darüber hinaus stellt es EU-finanzierte Stipendien für Bürger aus Drittländern bereit, die an diesen Masterstudiengängen teilnehmen, sowie Stipendien für EU-Bürger, die an Partnerhochschulen in der ganzen Welt studieren.

 

EUCOR, der trinationale Campus am Oberrhein

Im Jahr 1989 haben sich die damals sieben Universitäten der Oberrheinregion zu einem trinationalen Universitätsnetzwerk zusammengeschlossen: die Europäische Konföderation der Oberrheinischen Universitäten (EUCOR). Jeder EUCOR-Studierende kann an den deutschen, Schweizer bzw. französischen Partneruniversitäten Lehrveranstaltungen besuchen und die Bibliothek nutzen, ohne zusätzliche Einschreibegebühren zu bezahlen. Die Partneruniversitäten haben untereinander grenzüberschreitende Kooperationsabkommen in den Bereichen Lehre und Forschung geschlossen, um ihre Kompetenzen und Kenntnisse gemeinsam zu nutzen und somit sowohl den Studenten und den Lehrenden als auch den Forschern ein reichhaltiges Angebot vorschlagen zu können. Diese Kooperation umfasst den einfachen Austausch, die gegenseitige Anerkennung von Studienleistungen sowie die Einrichtung von gemeinsamen Lehr- und Forschungsprojekten.

Integrierte bi- oder trinationale Studiengänge der Deutsch-Französischen Hochschule (DFH)

Ein Student kann binationale oder sogar trinationale Studiengänge absolvieren und in jedem Land einen Abschluss erhalten. Diese Ausbildungen erfolgen im Rahmen der Deutsch-Französischen Hochschule (DFH), die aus einem Verbund deutscher und französischer Hochschulen besteht. Die Lehrveranstaltungen der DFH, deren Verwaltungssitz sich in Saarbrücken befindet, finden somit an unterschiedlichen Orten statt. Ziel ist die Stärkung der Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Frankreich im Hochschulbereich. Diese internationale Institution wurde 1997 auf der Basis des Weimarer Abkommens gegründet. Zu den wesentlichen Aufgaben der Deutsch-Französischen Hochschule zählt das Initiieren, Koordinieren und Finanzieren von Studiengängen zwischen deutschen und französischen Partnerhochschulen. An diese bi- oder sogar trinationale Studiengänge werden genaue Kriterien gestellt:

  • Das binationale Studium muss zu einem doppelten akademischen Abschluss führen.
  • Die Studienleistungen sowie die Studiendauer müssen gleichwertig auf beide Hochschulen verteilt werden. Der Studienaufenthalt an der Partnerhochschule soll in der Regel mindestens drei Semester betragen.
  • Die Partnerhochschulen müssen sich auf einen gemeinsamen Studienplan einigen, der in beiden Einrichtungen Gültigkeit hat.


Zur Zeit erfüllen mehr als 140 integrierte Studiengänge in allen Fachrichtungen diese Auswahlkriterien.

Informationen über die integrierten deutsch-französischen Studiengänge können Sie auf der Website Euroguidance Frankreich des französischen Bildungsministeriums erhalten.