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Elternzeit/ Elterngeld

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Congé parental /Allocation de congé parental

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Elternzeit/ Elterngeld in Deutschland

Elternzeit beim deutschen Arbeitgeber beantragen

Beide Elternteile haben gegenüber dem Arbeitgeber ein Recht auf Elternzeit. Sie dürfen bis zu drei Jahren unbezahlten Urlaub nehmen, um ihr Kind aufzuziehen. Die Mutter und der Vater können diesen unter sich aufteilen. Während des Erziehungsurlaubes ruht der Arbeitsvertrag.

Für das Elternteil, das in Deutschland arbeitet, muss der Antrag spätestens 7 Wochen vor dem gewünschten Beginn der Elternzeit gestellt werden. Der Antrag muss dem Arbeitgeber per Post zugeschickt werden.

Neu seit Juli 2015: Die Elternzeit kann fortan flexibler gestaltet werden. Statt bisher nur 12 Monate, können Eltern nun 24 Monate Elternzeit zwischen dem 3. und dem 8. Geburtstag ihres Kindes nehmen. Dazu ist keine Zustimmung des Arbeitgebers mehr notwendig. Die Elternzeit nach dem 3. Geburtstag des Kindes muss künftig 13 Wochen vorher angemeldet werden, die Elternzeit davor nach wie vor nur 7 Wochen vorher. Sie ist nach Inkrafttreten der neuen Regelung außerdem in drei, statt nur in zwei Abschnitte aufteilbar.

In Deutschland ist die Entlassung während des Erziehungsurlaubes grundsätzlich verboten, sofern keine besonderen Umstände vorliegen. Im Falle einer Arbeitgeberkündigung muss die zuständige Behörde ihre Zustimmung geben. Diese sind:

 

 

Für Baden-Württemberg

KVJS (Kommunalverband für Jugend und Soziales)

Dezernat 3
Integration, Referat 31,
Erzbergerstraße 119
D-76133 Karlsruhe

Für Rheinland Pfalz

Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord

Deworastraße 8
D-54290 Trier
Tel.: +49 (0)651 4601-0
Fax: +49 (0)651 4601-421
E-Mail: Poststelle(at)sgdnord.rlp.de

Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd

Friedrich-Ebert-Straße 14
D-67433 Neustadt
Telefon +49 (0)6321 99-0
Telefax +49 (0)6321 99-2900
E-Mail : poststelle@sgdsued.rlp.de

Elterngeld beantragen

Das Elterngeld kann beantragt werden, wenn ein Elternteil in den ersten 14 Monaten nach der Geburt Elternzeit nehmen möchte bzw. die Arbeitszeit auf maximal 30 Stunden pro Woche reduziert. Nimmt nur ein Elternteil Elternzeit, kann es maximal für 12 Monate Elterngeld erhalten. Nimmt das andere Elternteil auch Elternzeit, verlängert sich diese Zeit um 2 Monate und beläuft sich insgesamt auf 14 Monate.

Der Antrag auf Elterngeld wird bei der L-Bank Baden-Württemberg (bei Betriebssitz des Arbeitgebers in Baden-Württemberg) gestellt bzw. bei der zuständigen Kreisverwaltung (bei Betriebssitz des Arbeitgebers in Rheinland-Pfalz) und zwar während den drei ersten Lebensmonate des Kindes.

Die Höhe des Elterngeldes beträgt 65 % des Durchschnittsgehalts der letzten 12 Monate vor Geburt – ab einem Gehalt von 1.240 € Netto. Der Mindestbetrag ist jedoch 300 € und der maximal Betrag 1.800 €. Zuschläge sind bei Mehrlingsgeburten und Mehrkindfamilien vorgesehen sowie ein erhöhtes Elterngeld für Geringverdiener.

Beachten Sie:

  • Bei Grenzgängern, deren Gehalt in einem anderen Land zu versteuern ist, wird zur Berechnung der Höhe des Elterngeldes eine fiktive deutsche Lohnsteuer angerechnet. Die Höhe des Elterngeldes beträgt in diesen Fällen viel weniger als 65 % des Durchschnittsgehaltes. Um dies zu vermeiden, müssen Sie beim Elterngeld Antrag ein Schreiben beifügen, in dem Sie die L-Bank bitten, die  bezahlten Steuern im Wohnland (z.B in Frankreich) zu berücksichtigen. Denken Sie daran, den letzten Steuerbescheid beizufügen. Somit fallen keine fiktiven deutschen Steuern an.

  • Das Elternteil, das in der Schweiz oder in Frankreich arbeitet, kann gegebenenfalls auch einen Anspruch auf das deutsche Elterngeld haben.

Elterngeld Plus (Für Geburten ab 1. Juli 2015)

Diese neue Regelung soll, neben dem Basis-Elterngeld, den Eltern ermöglichen, Familie und Beruf besser in Einklang zu bringen. Das Elterngeld Plus ist für Eltern gedacht, die schon während der Zeit, in der sie Elterngeld beziehen, in Teilzeit arbeiten wollen und dadurch nicht mehr beim Elterngeld Anspruch benachteiligt werden sollen.

Mit der bisherigen Regelung (Basis-Elterngeld) können Eltern zwar auch schon Elterngeld und Teilzeitarbeit kombinieren (max. 30 Std./Woche), sie bekommen aber weniger Elterngeldbezüge ausbezahlt, da ihr Gehalt den Anspruch mindert. Es gibt keinen längeren Bezug zum Ausgleich (nur 12 Monate für ein Elternteil + 2 für den anderen Elternteil).

Das Elterngeld Plus beträgt monatlich höchstens die Hälfte des Elterngelds, das den Vätern und Müttern zustehen würde, wenn sie während des Elterngeldbezuges keine Einnahmen hätten und wird während der doppelten Zeit (24 Monate) oder der restlichen Zeit ausbezahlt.

Beispiel: Eine Mutter möchte ab dem 9. Monat nach Geburt in Teilzeit arbeiten. Sie hätte noch Anspruch auf 3 Monate Elterngeld. Mit dem Elterngeld Plus kann sie aber für 6 Monate die Leistung bekommen, aber nur max. die Hälfte der Summe die sie beim klassischen Elterngeld bekommen hätte.

Zusätzlich ist die Einführung eines Partnerschaftsbonus geplant. Dieser entspricht vier zusätzlichen Monaten Elterngeld Plus für beide Elternteile, wenn beide gleichzeitig 25-30 Stunden pro Woche arbeiten (insgesamt max. 28 Monate).

Die Leistungen Elterngeld, Elterngeld Plus und Partnerschaftsbonus sind kombinierbar.

 

 

 

Zuletzt geändert am 04.08.2016