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Abschluss eines Mietvertrages

Schriftliche Mietverträge sind in Deutschland die Regel. In Ausnahmefällen können Mieter und Vermieter einen Mietvertrag auch mündlich abschließen. Ein schriftlicher Vertrag muss die Namen der beiden Parteien (Vermieter/Eigentümer und Mieter), die angemieteten Räumlichkeiten (sowie - falls vorhanden - Erweiterungen des Mietobjektes, wie Garage, Parkplatz, Garten, ...), die Höhe der Miete (aufgeschlüsselt oder pauschal) und das Einzugsdatum beinhalten.

In der Regel läuft der Mietvertrag über einen unbegrenzten Zeitraum. In diesem Fall kann der Mieter den Vertrag unter Berücksichtigung einer dreimonatigen Frist aufkündigen. Bei einer Kündigung durch den Vermieter kann die Frist zwischen 3 und 9 Monaten betragen (unter Berücksichtigung der Dauer des Mietvertrages), zudem muss er die Kündigung durch ein gesetzlich anerkanntes Motiv begründen können. Die Dauer des Mietvertrages kann begrenzt sein, falls dies gerechtfertigt ist.

 

 

Kaution

Der Vermieter kann eine Kaution erheben, wenn dies im Mietvertrag festgehalten wird. Die Kaution darf im Höchstfall drei Monatsmieten betragen, der Vermieter ist angehalten den Betrag auf ein speziell zu diesem Zweck eingerichtetes Konto oder Sparbuch einzuzahlen. Die anfallenden Zinsen sind in voller Höhe und gemeinsam mit der Kaution an den Mieter auszuzahlen, sobald dieser von jeglichen Verpflichtungen gegenüber dem Vermieter entbunden ist. Die Übernahme bzw. Begutachtung des Mietobjektes erfolgt nicht systematisch, sie kann jedoch zur Absicherung erfolgen.

Weitere Informationen finden Sie auf der Seite des Deutschen Mieterbundes:

http://www.mieterbund.de/

 

 

Nebenkosten

Im Regelfall werden die Nebenkosten dem Mieter in Rechnung gestellt. Entweder die im Mietvertrag angegebene Summe entspricht der pauschalen Miete / Warmmiete (die Nebenkosten sind nicht aufgeschlüsselt) oder die beiden Parteien einigen sich auf Übernahme der Nebenkosten durch den Mieter, zusätzlich zur Kaltmiete. In diesem Fall muss der Mietvertrag eine genaue Aufstellung der betreffenden Nebenkosten beinhalten, nur diese können dem Mieter in Rechnung gestellt werden.

Als Mietnebenkosten werden betrachtet:

  • die Heizkosten
  • die Aufwendungen für die Wassernutzung
  • die mit den Heiz- und Warmwasserinstallationen verbundenen Kosten
  • die Grundsteuer
  • die Wasser- und Abwassergebühren
  • die Aufwendungen für den Fahrstuhl
  • die Straßenreinigungskosten
  • die Abfallgebühren
  • die Aufwendungen für die Reinigung der gemeinschaftlich genutzten Gebäudeteile
  • die Kosten für Schädlingsbekämpfung
  • die Kosten der Gartenpflege
  • die Kosten des gemeinschaftlichen Stromverbrauchs
  • die Aufwendungen für den Schornsteinfeger
  • die Gebäudeversicherungen
  • die Kosten für die Hausmeisterei / den Sicherheitsdienst
  • die Kosten für gemeinschaftliche Antenne / Kabel (Instandhaltungs-, Elektrizitäts- und Reparaturkosten, die zwischen den Mietern aufgeteilt werden können). Beim Kabel kommen die Abonnementkosten hinzu, außer der Vermieter hat einen Vertrag mit einer privaten Firma abgeschlossen.
  • die Betriebskosten der gemeinschaftlich genutzten Maschinen (z.B.: Waschmaschinen, ...)

Versicherung von Wohngebäude und Hausrat

 

Normalerweise schließt der Vermieter einen Vertrag mit der Gebäudeversicherung ab. Er kann die Kosten dem Mieter in Rechnung stellen, wenn diese in der Nebenkosten-Aufstellung vermerkt sind.

Dahingegen hat der Mieter die Möglichkeit, eine sog. Hausratversicherung für das in der Wohnung befindliche Mobiliar abzuschließen.

 

 

Finanzielle Unterstützung zur Miete

 

In Deutschland gibt es das Wohngeld, eine finanzielle Hilfe für Personen mit geringem Einkommen. Der Anspruch auf Wohngeld und dessen Höhe richten sich nach dem globalen Haushaltseinkommen der Familie, dem Mietbetrag und der Anzahl der Personen, welche die Unterkunft nutzen. Das Wohngeld wird erst nach Antragstellung und Überprüfung der eingereichten Unterlagen gewährt. Die hierfür notwendigen Formulare gibt es bei den Wohngeldstellen der Kreise und Gemeinden.

 

 

Zuletzt geändert am 18.12.2015