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Erbschaft, Schenkung, Besteuerung

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Héritage, Donation, imposition

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Das deutsch-französische Doppelbesteuerungsabkommen

Das „Abkommen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Französischen Republik zur Vermeidung der Doppelbesteuerungen und über gegenseitige Amts- und Rechtshilfe auf dem Gebiete der Steuern vom Einkommen und vom Vermögen sowie der Gewerbesteuern und der Grundsteuern“ (DBA D/F) differenziert hinsichtlich der Frage, welchem Staat das Besteuerungsrecht bei grenzüberschreitenden Sachverhalten zusteht nach verschiedenen Einkunftsarten:

  • Einkünfte aus unbeweglichem Vermögen (Art. 3)
  • Gewinne eines Unternehmens (Art. 4)        
  • Veräußerung einer Beteiligung an einer Kapitalgesellschaft (Art. 7)
  • Dividenden (Art. 9)
  • Zinsen und sonstige Einkünfte aus Forderungen (Art. 10)
  • Einkünfte aus selbständiger bzw. freiberuflicher Tätigkeit (Art. 12)
  • Einkünfte von Künstler, Sportler und Artisten (Art. 12)
  • Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit, Renten u. andere Sozialversicherungsbezüge (Art. 13)
  • Bezüge aus öffentlichen Kassen (Art. 14)
  • Lizenzgebühren (Art. 15)
  • Entsandte Hochschullehrer (Art. 16)
  • Studenten, Lehrlinge und Praktikanten (Art. 17)
  • Sonstige Einkünfte (Art. 18)
Zuletzt geändert am 03.08.2016

Erbschaften und Schenkungen

Die Besteuerung von Erbschaften ist in einem gesonderten Abkommen zwischen Deutschland und der Schweiz geregelt, nämlich dem Abkommen vom 30. November 1978 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der Bundesrepublik Deutschland zur Vermeidung der Doppelbesteuerung auf dem Gebiete der Nachlass- und Erbschaftssteuern.

Das Abkommen findet Anwendung, wenn der Erblasser zum Zeitpunkt des Erbfalls in Deutschland, der Schweiz oder in beiden Staaten einen Wohnsitz hatte. Nach dem Grundprinzip des Abkommens unterliegt unbewegliches Vermögen und Betriebsvermögen einer Betriebsstätte der Besteuerung im Belegenheitsstaat der Immobilie/ des Betriebes. Das übrige Vermögen wird in demjenigen Staat besteuert, in dem der Erblasser zum Zeitpunkt seines Todes seinen Wohnsitz hatte.

Zuletzt geändert am 05.08.2016

Das französisch-schweizerische Doppelbesteuerungsabkommen

Im Verhältnis zwischen Frankreich und der Schweiz gibt es die Steuern betreffend zwei Abkommen: zum einen die Vereinbarung zwischen dem Schweizerischen Bundesrat und der Regierung der Französischen Republik über die Besteuerung der Erwerbseinkünfte von Grenzgängern vom 11. April 1983. Dieses Abkommen regelt speziell die Besteuerung von Grenzgängern, die in einem der an Frankreich angrenzenden Kantone der Schweiz arbeiten.

Zum anderen gibt es das „Abkommen zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der Französischen Republik zur Vermeidung der Doppelbesteuerung auf dem Gebiete der Steuern von Einkommen und vom Vermögen“ vom 9. September 1966. Dieses Abkommen differenziert für alle anderen Fälle (außer Grenzgänger) hinsichtlich der Frage, welchem Staat das Besteuerungsrecht bei grenzüberschreitenden Sachverhalten zusteht, nach verschiedenen Einkunftsarten:

  • Einkünfte aus unbeweglichem Vermögen (Art. 6)

  • Gewinne eines Unternehmens (Art. 7)

  • Gewinne aus dem Betrieb von Seeschiffen oder Luftfahrzeugen (Art. 8)

  • Gewinne aus Unternehmensbeteiligungen (Art. 9)

  • Dividenden (Art. 11 und 14)

  • Zinsen (Art. 12 und 14)

  • Lizenzgebühren (Art. 13 und 14)

  • Gewinne aus der Veräußerung unbeweglichen Vermögens (Art. 15)

  • Einkünfte aus selbständiger Tätigkeit (Art. 16 )

  • Gehälter, Löhne und ähnliche Vergütungen aus unselbständiger Arbeit (Art. 17 ) (ausgenommen Löhne, Gehälter und ähnliche Vergütungen von Grenzgängern gem. Art. 1 DBA-Gre F/CH)

  • Aufsichtsrats- oder Verwaltungsratsvergütungen (Art. 18)

  • Einkünfte von Künstlern, Musikern, Artisten und Sportlern (Art. 19)

  • Ruhegehälter und ähnliche Vergütungen (Art. 20)

  • Vergütungen und Ruhegehälter aus öffentlichen Kassen (Art. 21)

  • Zahlungen an Studenten, Praktikanten, Volontäre oder Lehrlinge (Art. 22)


Zuletzt geändert am 03.08.2016