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Gesetzliche Unfallversicherung in Deutschland

Jeder Angestellte und Auszubildende ist unabhängig von Alter, Geschlecht, Familienstand oder Nationalität vom Gesetz her unfallversichert. Diese gesetzliche Unfallversicherung deckt Betriebsunfälle, Wegeunfälle und Berufskrankheiten ab.

Wer in den gesetzlichen Versicherungsschutz erfasst ist, erfahren Sie hier.

Der Arbeitgeber meldet sein Unternehmen bei einer Berufsgenossenschaft oder einem anderen zuständigen Unfallversicherungsträger an und zahlt den kompletten Beitrag. Welche Berufsgenossenschaft oder Unfallkasse für Sie zuständig ist, erfahren Sie bei der Personalstelle Ihres Arbeitsgebers.

Der Unternehmer ist verpflichtet, dem Unfallversicherungsträger innerhalb von drei Tagen alle Unfälle in seinem Unternehmen (auch Unfälle auf Betriebswegen, Dienstreisen, Wege von und zur Arbeit) zu melden, bei denen ein Mitarbeiter so verletzt wird, dass er für mehr als drei Tage arbeitsunfähig ist oder stirbt.

Zuletzt geändert am 15.08.2016

Medizinische Behandlung und Kostenvergütung nach einem Unfall (Deutschland)

Im Falle eines Arbeitsunfalls oder einer Berufskrankheit übernehmen die Berufsgenossenschaften und die Unfallversicherungsträger der öffentlichen Hand Rehabilitations- und Entschädigungsleistungen.

Bei Arbeitsunfähigkeit von mindestens einem Tag oder Behandlungsbedürftigkeit von mindestens einer Woche ist umgehend ein Durchgangsarzt aufzusuchen. Eine Liste mit Durchgangsärzten finden Sie hier.

Heilbehandlungen und Rehabilitation nach Arbeitsunfällen oder Berufskrankheiten, die über die gesetzliche Unfallversicherung abgedeckt sind, sind von den Zuzahlungen befreit. Das bedeutet, dass der Versicherte weder Praxisgebühren entrichten, noch Zuzahlungen für Medikamente und Heilmittel leisten muss, sofern die Verordnung zur Behandlung nach einem Arbeitsunfall oder einer Berufskrankheit ausgestellt wurde. Ärztlich verordnete Arznei- und Verbandsmittel werden grundsätzlich bis zur Höhe der Festbeträge (des Krankenkassenrechts) übernommen.

Zuletzt geändert am 05.08.2016

Gesetzliche Unfallversicherung in Frankreich

Alle Erwerbstätigen oder Beschäftigten sind unabhängig von ihrer Tätigkeit, der Anzahl ihrer Arbeitgeber oder ihrem Arbeitsort gegen Arbeitsunfälle oder Berufskrankheiten versichert. Dies gilt ab dem Zeitpunkt der Einstellung.

Die Höhe des vom Arbeitgeber eingezahlten Beitrags wird jedes Jahr festgelegt. Die Regelung sieht verschiedene Tarifgestaltungsmethoden vor, die von der Anzahl der vom Unternehmen beschäftigten Angestellten abhängt.

Arbeitnehmer, die nicht gegen Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten versichert sind, können sich freiwillig gegen diese Risiken bei der Caisse Primaire d’Assurance Maladie (zuständigen Ortskrankenkasse) versichern lassen. In diesem Fall werden die Beiträge vom freiwillig Versicherten gezahlt.

Ein Arbeitnehmer, der von einem Arbeitsunfall oder einer Berufskrankheit betroffen ist, ist durch bestimmte Regelungen im Bereich des Arbeitsrechts geschützt. Er kann darüber hinaus besondere Sozialversicherungsleistungen in Anspruch nehmen.


Ausführliche Liste der versicherten Personenkreise im Sozialversicherungsgesetzbuch (nur auf Französisch):

Zuletzt geändert am 04.08.2016

Medizinische Behandlung und Kostenvergütung nach einem Unfall (Frankreich)

Das Unfallopfer muss zunächst seinen Arbeitgeber informieren. Dabei muss es eine Frist von 24 Stunden einhalten, die nur wegen Einwirkung höherer Gewalt, völliger Unmöglichkeit oder anderen triftigen Gründen überschritten werden darf.

Sobald ihre Krankenkasse den beruflichen Charakter des Unfalls (Arbeitsunfall oder Wegeunfall) anerkannt hat, werden die durch den Unfall bedingten medizinischen, chirurgischen und pharmazeutischen Kosten zu 100 % im Rahmen der Tarife der Sozialversicherung übernommen. Um diese Kostenvergütung zu erhalten, müssen Sie jedem Arzt oder Apotheker das Formular des Arbeitsunfalls vorlegen.

Zuletzt geändert am 05.08.2016

Gesetzliche Unfallversicherung in der Schweiz

Alle in der Schweiz unselbständig Erwerbstätigen sind obligatorisch über ihren Arbeitgeber unfallversichert. Der Versicherungsschutz umfasst:

  • Berufsunfälle

  • Berufskrankheiten

  • Nichtberufsunfälle (NBU)


Teilzeitangestellte, deren wöchentliche Arbeitszeit bei einem Arbeitgeber nicht mindestens 8 Stunden beträgt, sind jedoch nur gegen Berufsunfälle und Berufskrankheiten, nicht aber gegen Nichtberufsunfälle versichert. In diesen Fällen gelten allerdings Unfälle auf dem Arbeitsweg als Berufsunfälle.
Die Arbeitgeber tragen die Prämien für die Versicherung der Berufsunfälle und -krankheiten. Die Prämien für die Versicherung der Nichtberufsunfälle werden dagegen in der Regel vom Lohn abgezogen, sofern sie der Arbeitgeber nicht freiwillig ganz oder teilweise übernimmt.

Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen, die nicht nur gegen Berufsunfälle, sondern auch gegen Nichtberufsunfälle obligatorisch versichert sind, können die Unfalldeckung beim Krankenversicherer sistieren. Die Krankenversicherungsprämie wird entsprechend herabgesetzt.

Beachten Sie:

  • Alle nicht obligatorisch Versicherten − also insbesondere auch die selbständig Erwerbenden − sollten sich selbst um eine entsprechende (freiwillige) Unfalldeckung kümmern.

  • Die Arbeitgeber müssen ihre Arbeitnehmer je nach Tätigkeitsbereich bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) oder bei den anderen zugelassenen Versicherern (Privatversicherer, Krankenkassen, öffentliche Unfallversicherungskassen) versichern. Im Bundesgesetz über die Unfallversicherung (UVG) sind die Betriebe und Verwaltungen aufgeführt, die obligatorisch bei der SUVA versichert sind.

  • Einen guten Überblick gibt das Merkblatt Obligatorische Unfallversicherung UVG,
    welches Sie hier herunterladen können.

Zuletzt geändert am 04.08.2016

Medizinische Behandlung und Kostenübernahme nach einem Unfall (Schweiz)

Die Versicherten haben insbesondere Anspruch auf angemessene Behandlung der Unfallfolgen (u. a. ambulante ärztliche Behandlung; verordnete Arzneimittel; Behandlung, Verpflegung und Unterkunft in einem Krankenhaus), sowie auf Übernahme/Erstattung der entsprechenden Kosten (also z. B. auch Reise-, Transport- und Rettungskosten).

Zuletzt geändert am 05.08.2016