Navigation
de

Umzug von der Schweiz nach Frankreich

Weiter auf Deutsch …
fr

Déménagement de Suisse en France

Continuer en français …

Einreise von der Schweiz nach Frankreich

Nach dem Gemeinschaftsrecht und dem Prinzip der Freizügigkeit der UnionsbürgerInnen hat jeder EU-Bürger das Recht sich in einem anderen EU-Mitgliedsstaat aufzuhalten und dort niederzulassen. Bei einem Aufenthalt von bis zu drei Monaten sind ein gültiger Personalausweis oder ein Reisepass ausreichend.

1992 wurde das Prinzip der Freizügigkeit auf Island, Liechtenstein und Norwegen und 2002 schrittweise auch auf die Schweiz ausgeweitet.

Die Informationen hierzu beziehen sich in erster Linie auf Bürger der EU und der Schweiz. Sollten Sie eine andere Nationalität haben, können Sie sich gerne an die zuständigen Stellen (Präfekturen) wenden, da die entsprechenden Regelungen von Nationalität zu Nationalität unterschiedlich sind.

Bei einem Aufenthalt von mehr als drei Monaten, sind vor allem folgende Bürger autorisiert im Land zu bleiben:

  • Bürger der EU und der Schweiz, die als Beschäftigter oder Arbeitssuchender in Frankreich ihren Wohnsitz haben möchten, die einem Studium oder einer beruflichen Ausbildung (Immatrikulierung in einer Bildungs- oder Fortbildungseinrichtung) nachgehen sowie deren Familienangehörigen (ungeachtet der Nationalität)

  • Bürger der EU und der Schweiz, die einer selbstständigen Beschäftigung nachgehen (also auf eigene Rechnung arbeiten) und für deren Familienangehörige (ungeachtet der Nationalität)

  • Bürger der EU und der Schweiz, die keiner Erwerbstätigkeit nachgehen müssen einen Nachweis erbringen, dass sie über ausreichende finanzielle Mittel verfügen, um nicht dem französischen Sozialsystem zur Last zu fallen. Zudem ist des Nachweis zu erbringen, dass sie selbst sowie jedes Familienmitglied, das mit Ihnen das Aufenthaltsrecht in Anspruch nimmt, krankenversichert ist.

Obacht: Bürger der EU und der Schweiz, die das Aufenthaltsrecht in Anspruch nehmen möchten, haben während der Stellensuche keinerlei Anrecht auf Sozialleistungen. Es besteht aber die Möglichkeit, Arbeitslosengeld für eine Dauer von bis zu 6 Monaten zu erhalten, wenn man Arbeitslosenleistungen schon vor dem Umzug bezogen hat. In diesem Fall wenden Sie sich bitte an das zuständige Arbeitsamt.

Zuletzt geändert am 08.08.2016

Wohnungssuche in Frankreich

Wo finde ich Anzeigen über Miet- und Kaufobjekte?

Die lokalen und regionalen Zeitungen veröffentlichen in der Regel einmal wöchentlich eine Beilage mit Miet- und Kaufanzeigen im Immobilienbereich. Außerdem gibt es kostenlose Anzeigenblätter. Darüber hinaus ist es in Frankreich gängige Praxis eine Immobilie über eien Immobilienmakler (agent immobilier) zu suchen. Zudem gibt es zahlreiche Internetseiten mit Anzeigen zum Immobilienmarkt. Erkundigen Sie sich auch beim Rathaus der Gemeinde in die Sie ziehen möchten (Gemeindeblätter od. Internetseite).

Es ist auch möglich einen Antrag auf eine Sozialwohnung zu stellen (logement HLM). Folgende Voraussetzungen müssen dafür erfüllt sein:

  • französische Staatsangehörigkeit bzw. ausländische Staatsangehörigkeit mit einer mehr als 3-monatigen Aufenthaltsgenehmigung

  • Ihr Einkommen darf die gesetzlich festgelegte Höchstgrenze nicht überschreiten

Die Wartezeit kann je nach département mehrere Monate oder sogar Jahre dauern. Dies hängt von der Verfügbarkeit der Wohnungen ab. Genauere Informationen erhalten Sie bei der zuständigen Stadtverwaltung.

Der Immobilienerwerb

Entweder Sie finden eine Immobilie über eine Privatperson oder Sie nehmen die Hilfe eines Immobilienmaklers (agent immobilier)/eines Notars in Anspruch.

Für ausführliche Informationen zur Vorgehensweise beim Abschluss eines Kaufvertrages empfehlen wir Ihnen die Internetseite des Europäischen Verbraucherzentrums Frankreich, insbesondere die entsprechende Broschüre, welche sämtliche Schritte aufführt (inkl. Vorkaufvertrag). In dieser Hinsicht organisiert der CEC jeden zweiten Dienstag des Monats Sprechstunden (nur auf Termin, unter +49 7851 991 48 0).

INFOBEST PAMINA (bei Lauterbourg FR) organisiert jeden ersten Dienstag des Monates ebenfalls deutsch-französische Sprechstunden mit einem Notar.

Zuletzt geändert am 18.12.2015

Die Unterzeichnung des Mietvertrages

Die einzuplanenden Kosten

Um sicherzugehen dass Sie Ihre Miete regelmäßig zahlen werden, ist der Vermieter oder Immobilienmakler berechtigt folgende Unterlagen von Ihnen zu verlangen:

  • Nachweis über Ihr Einkommen (Gehaltsabrechnungen, Steuererklärungen)

  • Die Kaution einer dritten Person, d.h. dass im Falle der Zahlungsunfähigkeit eine andere Person für die Mietkosten aufkommt. Diese dritte Person kann z. Bsp. ein Familienangehöriger sein oder im Falle dass Sie über wenige Ressourcen verfügen kann die Kaution aus dem „fonds de solidarité logement“ bezahlt werden.

Im Rahmen des Abschlusses eines Mietvertrages müssen Sie unbedingt folgende Zusatzkosten beachten:

  • Kaution ( höchstens eine Monatsmiete kalt)

  • Maklerpauschale

  • u. U. die Kosten für das Wohnungsabnahmeprotokoll (état des lieux)

  • Die Beantragung einer Wohngebäudeversicherung

  • Die Aktivierung der Gas-, Wasser- und Stromzähler

Für Angestellte und junge Leute unter 30 Jahren die nicht in der Lage sind, die bei der Unterzeichnung des Mietvertrages anfallende Kaution aufzubringen, haben die Möglichkeit einen Antrag auf zinsfreien Vorschuss im Rahmen des LOCA-PASS zu stellen. Dieser Vorschuss muss beim Auszug aus der Wohnung zurückerstattet werden. Für weitere Informationen siehe Service-Public.fr.

Im Rahmen der „Garantie LOCA-PASS“ kann eine notwendige Bürgschaft übernommen werden (Garantie für die Zahlung der Miete und der Nebenkosten). Alle Bedingungen finden Sie hier.

Es gibt auch noch andere Wohnhilfen (wie den „fonds de solidarité logement“ oder den „fonds d'aide aux jeunes“), die unter bestimmten Voraussetzungen gewährt werden können. Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an Ihr Rathaus oder an das Sozialamt (centre médico-social) in Ihrer Nähe.

Der Mietvertrag

Bei einer leerstehenden Wohnung wird der Mietvertrag für eine Mindestdauer von drei Jahren abgeschlossen, insofern der Vermieter eine Privatperson ist. Sollte es sich bei dem Vermieter dagegen um eine juristische Person handeln (z. B. ein Unternehmen), beträgt die Mindestdauer sechs Jahre. Der Vermieter kann die Höhe der Miete frei festlegen. Ausnahmen gibt es aber in Gemeinden, die in sogenannten „zone tendues“ liegen, wie zum Beispiel in der Region Paris, in der Region Straßburg oder im Kanton Genf. Die Liste der Gemeinden finden Sie hier.

Unter der Einhaltung einer dreimonatigen Frist können Sie Ihren Mietvertrag jederzeit kündigen. Diese Frist kann auf einen Monat verkürzt werden, wenn Sie arbeitslos sind oder versetzt werden, wenn Sie eine andere Arbeitsstelle infolge einer Kündigung angetreten haben, oder wenn Sie den RSA („revenu de solidarité active“) erhalten. Der Vermieter dagegen kann den Vertrag nur unter der Einhaltung einer sechsmonatigen Frist kündigen, sofern der von ihm angeführte Grund gesetzlich vorgesehen ist.

Falls Sie in einer möblierten Wohnung oder in einer Wohngemeinschaft leben, verweisen wir für weitere Informationen auf die Internetseite der ANIL (Agence nationale pour l'information sur le logement), da andere Voraussetzungen erfüllt werden müssen.

Die jährlichen Abgaben und Gebühren

Der Mieter muss die Kosten für folgende Ausgaben übernehmen:

  • Kosten für erbrachte Leistungen, die mit der Wohnung oder mit der Nutzung des Gebäudes verbunden sind. Darunter fallen z. B. Wasser- und Energiekosten, Aufzugskosten oder Heizungskosten

  • Kosten zur Instandhaltung der gemeinschaftlich genutzten Gebäudeteile (Treppenhaus, Grünflächen) und für kleinere Reparaturen

  • Kosten für sonstige Leistungen, die Sie in Anspruch nehmen, wie z. B. Müllabfuhr

Alle Kosten, die der Vermieter dem Mieter in Rechnung stellen darf, sind in einem Gesetzestext aufgeführt (décret du 26.08.1987, im JO vom 30.08.1987). Weitere Informationen finden Sie hier.

Die Pflichtversicherungen

Der Mieter ist verpflichtet eine Gebäudeversicherung für seine Unterkunft abzuschließen (assurance contre les risques locatifs). Eine Kopie der Versicherungsbescheinigung muss dem Mietvertrag angehängt werden.

Die potentielle finanzielle Unterstützung zur Bezahlung der Miete

In Frankreich besteht die Möglichkeit eine finanzielle Unterstützung zu erhalten, wenn Ihr Einkommen unter einer bestimmten gesetzlich festgelegten Grenze liegt. Den entsprechenden Antrag richten Sie bitte an die Caisse d’Allocation Familiales (Caf).

Zuletzt geändert am 03.08.2018

Die jährlichen Abgaben und Gebühren

Die Grund- und Wohnsteuer

Einmal im Jahr müssen Sie für die Wohnung, in der Sie am 1. Januar eines jeden Jahres gelebt haben, eine Steuer, die taxe d’habitation, zahlen. Dies gilt für Wohneigentum und angemietete Immobilien. Für die Wohnsteuer ist keine Steuererklärung nötig.

Diese Steuer wird vom Finanzamt /services fiscaux eingezogen und der Steuersatz ist von den einzelnen Gemeinden festgelegt. Die Höhe der Wohnsteuer wird nach dem lokalen Katasterwert der Wohnung und seiner Nebengebäude berechnet. In einigen seltenen Fällen ist eine Befreiung von der Wohnsteuer möglich.

Wenn Sie Besitzer oder Nutznießer einer Wohnung sind, müssen Sie außerdem die taxe foncière bezahlen, die mit der deutschen Grundsteuer vergleichbar ist. Mehr Informationen hier.

Für weitere Fragen wenden Sie sich an das für Ihre Gemeinde zuständige Finanzamt (Centre des impôts).

Die Rundfunkgebühr

Es gibt in Frankreich keine Behörde, die ausschließlich die Rundfunkgebühren einzieht. Dafür ist das lokale Finanzamt (centre des impôts) zuständig. 

Seit dem Jahr 2005 müssen Sie die Rundfunkgebühr bezahlen, wenn Sie wohnsteuerpflichtig sind und einen Fernseher besitzen, unabhängig davon wie Sie den Fernseher erworben haben: Sei es durch Kauf, Weitergabe, Ausleihe, Erbschaft oder dass Sie gar nicht der Besitzer des Fernsehers sind.

Die Rundfunkgebühr (« La contribution à l’audiovisuel public ») wird fällig für Fernsehgeräte und für alle vergleichbaren Empfangsgeräte, welche ein Fernsehsignal empfangen können (z.B. DVD Player/Brenner, mit einem Empfänger ausgestattete Beamer). Portable Kleincomputer sind der Abgabe nicht unterworfen, selbst wenn sie mit einer TV-Karte ausgestattet sind.

Wer die Voraussetzungen zur Befreiung von der Wohnungssteuer erfüllt, dem wird auch die Rundfunkgebühr erlassen.

Die Zahlung der Rundfunkgebühr erfolgt gleichzeitig und unter den gleichen Bedingungen wie für die Wohnsteuer.

Die Müllgebühr

In Frankreich wird die Müllabfuhr von den Gemeinden oder communautés de communes verwaltet. Diese legen die Rate der Müllgebühr fest. Diese Gebühr betrifft diejenigen, die am 1. Januar des Jahres grundsteuerpflichtig sind. Die Müllgebühr kann auf den Vermieter übertragen werden. 

Für weitere Informationen siehe: http://www.impots.gouv.fr/portal/dgi/public/popup?espId=3&typePage=cpr02&docOid=documentstandard_536

Wasser, Strom, Telefon

Wer ist für Wasser zuständig?

Der Service des Eaux (Wasserbehörde) Ihrer Gemeinde oder communauté de communes ist für die Öffnung Ihres Kontos zuständig. Für weitere Informationen können Sie sich an Ihre Gemeinde wenden.

Welche Möglichkeiten gibt es für Strom?

In Frankreich, wurde der Strommarkt (Strom, Gas) im Juli 2007 liberalisiert. Aus diesem Grund gibt es „feste Tarife“ die vom Staat festgelegt wurden und frei Tarife. Bevor Sie sich für einen Anbieter entscheiden oder die „feste Tarife“ verlassen wollen, ist es wichtig sich gut zu erkundigen.

Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie auf der http://www.europe-consommateurs.eu/fr/accueil/Webseite des Europäischen Verbraucherzentrums Frankreich in Kehl.

Für die Eröffnung Ihres Kontos, falls Ihr Vorgänger es abgeschaltet haben sollte, müssen Sie Kontakt mit der EDF (Eléctricité de France) aufnehmen.

Welche Möglichkeiten gibt es für Telefon und Internet?

Auch in Frankreich ist die Zahl der Internetanbieter in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen. Je nachdem wo Sie hinziehen (geografische Lage), müssen Sie u. U. die Leitung über France Télécom schalten und das Abonnement dafür zahlen. Für die Auswahl des Anbieters empfehlen wir Ihnen, sich vorab ausführlich zu erkundigen.

Für diese Art von verbraucherrechtlichen Fragen können Sie sich an das Europäische Verbraucherzentrum Frankreich in Kehl wenden.

Zuletzt geändert am 18.12.2015

Verwaltungsformalitäten

Aus der Schweiz wegziehen

Die Abmeldung bei der Wohngemeinde

Bevor Sie Ihre Gemeinde verlassen, müssen Sie sich bei dem Einwohnermeldeamt oder bei dem Bürgerbüro innerhalb einer Woche abmelden. Dazu benötigen Sie Ihren gültigen Reisepass oder Ausweis. Eine Abmeldebestätigung wird Ihnen ausgestellt. Dieses Dokument kann bei der Anmeldung in Ihrer neuen Gemeinde erforderlich sein.

Diese sollte unbedingt vor dem Umzug erfolgen, kann aber auch noch im Nachhinein vorgenommen werden. Erkundigen sich hierfür bitte bei Ihrer Gemeinde.

Das Land ohne Steuerschulden verlassen

Bevor Sie sich im Nachbarland niederlassen, müssen Sie Ihre Schulden beim Finanzamt ausgleichen und das Finanzamt über das Umzugsdatum und die neue Adresse informieren.

Die Zollformalitäten

Seit dem 12. Dezember 2008 ist die Schweiz Teil des Schengener Raums. Es werden daher keine systematische Personenkontrolle mehr durchgeführt. Die Zollformalitäten haben sich aber nicht geändert.

Wenn Sie aus der Schweiz in ein Mitgliedsstaat der Europäischen Union umziehen kann Ihr persönliches Guthaben zollfrei anhand eines Formulars in die EU eingeführt werden. Dieses gilt auch für den PKW. Wenn es sich um einen Zweitwohnsitz handelt, raten wir Ihnen sich frühzeitig bei der Zollbehörde zu erkundigen.

Wenn Sie von der Schweiz in ein EU-Land umziehen, können Sie Ihre persönlichen Güter (Übersiedlungsgut) dank des entsprechenden Formulars CERFA n°10070 zollfrei (von der Mehrwertsteuerzahlung befreit) einführen. Sie müssen hierfür eine Liste der Umzugsgüter in zweifacher Ausfertigung erstellen. Das Fahrzeug ist ebenfalls als Umzugsgut zu betrachten. Die Möglichkeit zur Steuerbefreiung besteht, solange folgende Bedingungen erfüllt werden:

  • wenn Sie das Sachgut seit mindestens 6 Monaten privat benutzt zu haben

  • UND wenn Sie es innerhalb von 12 Monaten nach dem Umzug nicht verkaufen

  • UND Sie den Hauptwohnsitz in den letzten 12 Monaten vor dem Umzug in der Schweiz hatten

Hinsichtlich eines Zweitwohnsitzes erkundigen Sie sich bitte bei den Zollbehörden.

Weitere Informationen finden Sie auf der Seite des Schweizer Zolls und auf der Seite des französischen Zolls.

Zuletzt geändert am 18.12.2015

Sich in Frankreich niederlassen

Die Anmeldung bei der Gemeinde

Bisher besteht für schweizerische und EU-Bürger in Frankreich keine Meldepflicht beim Rathaus. Jedoch ist eine Anmeldung in einigen Gemeinden in der Region Elsass-Mosel obligatorisch. Erkundigen Sie sich hierfür bitte bei Ihrem Rathaus. Sobald das Beispielformular bestimmt ist, wird die Anmeldung in ganz Frankreich für Bürger aus der Schweiz und der EU verpflichtend sein. Wenn Sie in die Region Elsass-Mosel ziehen, können Sie bei der Anmeldung eine Ankunftserklärung bekommen, die von verschiedenen Behörden in Frankreich eingefordert werden kann.

Benötige ich eine Aufenthaltsgenehmigung?

Angehörige eines EU-Landes und der Schweiz, die nach Frankreich ziehen möchten, brauchen keine Aufenthaltsgenehmigung. Sollten Sie aber ein Dokument für den Nachweis Ihres Wohnsites brauchen, können Sie eine „carte de séjour“ (Aufenthaltskarte) beantragen. Seit dem 1. Juli 2015 gelten diese Übertragsregelungen nicht mehr für kroatische Staatsangehörige.

Obacht: Bürger der EU (einschließlich kroatischer Staatsbürger) und der Schweiz, die keine Erwerbstätigkeit ausüben, haben nur das Recht sich in Frankreich für eine Dauer von über 3 Monaten aufzuhalten, wenn sie krankenversichert sind und über genügend finanzielle Mittel verfügen um Ihren Lebensunterhalt sicherzustellen. Dies gilt gleichermaßen für Familienangehörige.

Arbeitslose Staatsangehörige der EU und der Schweiz, die nach Frankreich ziehen möchten um eine Arbeitsstelle zu suchen, können in Frankreich für eine Dauer von 6 Monaten bleiben. Dies gilt aber nur unter der Bedingung, dass sie sich bei Ihrer Ankunft bei Pôle emploi als arbeitssuchend melden. Diese Frist kann gegebenenfalls verlängert werden, wenn Sie vorweisen können, dass Sie aktiv eine Arbeitsstelle suchen und aussichtsreiche Chancen auf eine baldige Anstellung haben.

Personen, die weder Schweizer noch EU-Bürger sind, müssen eine Aufenthaltsgenehmigung vorweisen können.

In diesem Fall wenden Sie sich bitte an eine préfecture ou sous-préfecture compétente.

Benötige ich eine Arbeitserlaubnis?

Schweizer und EU-Staatsangehörige brauchen keine Arbeitsgenehmigung um in der EU zu arbeiten. Die geographische Mobilität, die Verlegung eines Arbeitsplatzes sowie die Gründung eines Unternehmens sind in der ganzen EU möglich.

Drittstaatsangehörige brauchen zwingend eine Arbeits- und Aufenthaltsgenehmigung.

Weitere Informationen erhalten Sie unter:

Die Aktualisierung der Adresse auf den Ausweispapieren

Schweizerische Bürger können Ihre Ausweispapiere bei der für den Wohnbezirk zuständigen Vertretung der Schweiz in Frankreich aktualisieren lassen. Für Ostfrankreich ist das schweizerische Generalkonsulat in Straßburg zuständig.

Die Adressänderung kann auch online anhand des entsprechenden Formulars auf der Webseite der Behörde erfolgen.

Consulat général de Suisse
23, rue Herder
67000 Straßburg , France
+33 (3)88 35 00 70

Zuletzt geändert am 18.12.2015

Bürgerrechte

Habe ich ein Wahlrecht in Frankreich?

Der Maastrichter Vertrag gewährt den EU Bürger ein Wahlrecht bei den Gemeinde- und Europawahlen in Ihrem Wohnland in der EU. Schweizer Bürger können sich lediglich als Schweizer Wähler im Ausland beim Konsulat anmelden.

Sich als Schweizer Wähler im Ausland registrieren

Um sich als schweizerischer Wähler im Ausland zu registrieren, muss Kontakt mit der schweizerischen Vertretung in Ihrem Wohnland aufgenommen werden. Für die Schweizer Bürger, die in Ostfrankreich ansässig sind, ist das schweizerische Generalkonsulat in Straßburg zuständig.

Für weitere Informationen bezüglich politischer Rechte für Schweizer und Schweizer Bürger im Ausland siehe: https://www.eda.admin.ch/eda/de/home.html

Zuletzt geändert am 18.12.2015

Behinderung

In Frankreich wird die Carte d'invalidité (Behindertenausweis) ausgestellt, falls eine Invalidität von mindestens 80% gemäβ der Invaliditätsskala festgestellt wird. Der Antrag auf einen solchen Ausweis erfolgt bei der maison départementale des personnes handicapées.

  • Maison départementale des personnes handicapées (Bas-Rhin)
    6 A rue du Verdon
    67000 Straßburg
    Tél. (depuis la France): 0800 747 900 (n° vert - appel gratuit depuis un téléphone fixe en France)
    Mél : accueil.mdph@bas-rhin.fr
  • Maison départementale des personnes handicapées (Haut-Rhin)
    48a avenue de la République - BP 20351
    68006 Colmar cedex
    Tél. : 03.89.30.68.10
    Mél: mdph@haut-rhin.fr

Für weitere Informationen siehe:

Zuletzt geändert am 12.08.2016

Fahrzeug und Führerschein

Informationen über Fahrzeuge und Führerschein in Frankreich erhalten Sie in der Rubrik KFZ und Verkehr.

Zuletzt geändert am 08.08.2016

Schulzeit

In Frankreich besteht bis zum 16. Lebensjahr Bildungspflicht für alle französischen und ausländischen Kinder, die in Frankreich leben. Die Eltern können entweder selbst den Unterricht erteilen (mit vorheriger amtlicher Meldung) oder ihre Kinder in einer öffentlichen oder privaten Schule anmelden.

Die Art. L 131-5 und L 131-6 des Code de l'éducation sehen vor, dass die Bürgermeister der Gemeinden jedes Jahr eine Liste der schulpflichtigen Kinder erstellen. Wenn Sie Ihre Kinder in die Schweiz in die Schule schicken wollen, müssen Sie den Bürgermeister davon in Kenntnis setzen. Gegebenenfalls werden Sie eine Anmeldebestätigung von der schweizerischen Schulbehörde vorlegen müssen.

Falls Sie sich dafür entscheiden, Ihr Kind in Frankreich einzuschulen, können Sie sich über das französische Schulsystem auf der Internetseite www.fplusd.de informieren.

Detailliertere Informationen zum französischen Schulsystem erhalten Sie unter der Rubrik Ausbildung.

Werden die Ausbildung / Schulabschlüsse gegenseitig anerkannt?

Schulabschlüsse werden in der Regel gegenseitig anerkannt. Bei Berufsabschlüssen richtet sich die Frage, ob eine förmliche Anerkennung erforderlich ist danach, ob es sich um einen reglementierten oder um einen nicht reglementierten Beruf handelt.

Weitere Informationen zur Anerkennung ausländischer Diplome in Frankreich finden Sie hier.

Zuletzt geändert am 18.12.2015

Steuern

Informationen hierzu finden Sie unter der Rubrik Steuern.

Zuletzt geändert am 03.08.2018