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Umzug von Frankreich nach Deutschland

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Déménagement de France en Allemagne

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Einreise von Frankreich nach Deutschland

Das Recht auf Einreise und Aufenthalt haben insbesondere folgende Personen: Staatsangehörige der EU, des EWR oder der Schweiz,

  1. die sich als Arbeitnehmer, zur Arbeitssuche, zur Berufsausbildung oder zum Studium in Deutschland aufhalten wollen, und deren Familienangehörige (ungeachtet ihrer Nationalität), wenn sie diese begleiten oder ihnen nachziehen.

  2. die Ausübung einer selbständigen Erwerbstätigkeit berechtigt sind (niedergelassene, selbstständige Erwerbstätige), und deren Familienangehörige (ungeachtet ihrer Nationalität), wenn sie diese begleiten oder ihnen nachziehen.

  3. die nicht erwerbstätig sind, vorausgesetzt sie verfügen über ausreichenden Krankenversicherungsschutz und ausreichende finanzielle Mittel zur Sicherung ihrer Existenzgrundlage. Außerdem deren Familienangehörige (ungeachtet ihrer Nationalität), wenn sie diese begleiten oder ihnen nachziehen; vorausgesetzt sind ebenfalls ausreichender Krankenversicherungsschutz und ausreichende finanzielle Mittel zur Sicherung ihrer Existenzgrundlagen.

Die finanziellen Mittel sind alle legalen Einkünfte, auch zugefallenes Erbe oder Vermögen oder andere eigenen Mittel, insbesondere Unterhaltsleistungen, Stipendien, Arbeitslosengeld, Erwerbsminderungs- oder Invalidenrente, Renten und Pensionen, Einkünfte aus Unfallversicherung usw. (Sozialhilfe, die von Frankreich oder einem anderen EU-Staat gezahlt werden, fällt nicht darunter, da sie nicht aus Beiträgen in die Sozialversicherung herrührt).

Beachten Sie:

Personen – auch EU-Staatsangehörige, die sich in Deutschland zur Arbeitssuche aufhalten wollen, haben für die Dauer der Arbeitssuche grundsätzlich keinen Anspruch auf Sozialhilfe bzw. Arbeitslosengeld II. Personen, die aus einem anderen EU- bzw. EWR-Staat oder der Schweiz Arbeitslosengeld erhalten, sollten sich vor der Einreise dort bei der zuständigen Behörde erkundigen, ob eine Mitnahme des Arbeitslosengeldes für eine gewisse Zeit möglich ist. (eventuell über das Formular PDU 2).

Zuletzt geändert am 08.08.2016

Notwendigkeit eines Aufenthaltstitels

Staatsangehörige der EU sowie der EWR-Staaten brauchen kein Aufenthaltsdokument, es reicht ein Pass bzw. anderes Ausweispapier.

Personen, die keine Staatsangehörigkeit eines EU- bzw. EWR-Staates haben, brauchen einen Aufenthaltstitel. Dies gilt auch für Schweizer Staatsangehörige.

Einen Aufenthaltstitel beantragen

Welche Dokumente Sie für Ihren Antrag vorlegen müssen, hängt davon ab, aus welchem Grund Sie nach Deutschland ziehen möchten.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Zuständige Behörde

 

Für Personen, die keine Staatsangehörigkeit eines EU- oder EWR-Staates oder der Schweiz haben, müssen vor der Einreise nach Deutschland einen Aufenthaltstitel bei der deutschen Botschaft des Landes, in dem sie sich aufhalten, beantragen.

Für Personen, die von Frankreich aus nach Deutschland einreisen möchten, ist die deutsche Botschaft in Paris zuständig:

  • Deutsche Botschaft in Paris
    Rechts- und Konsularabteilung
    28 rue Marbeau
    75116 Paris
    Tel.: + 33 (0)1 53 64 76 70
    Fax: + 33 (0)1 53 64 76 88
    Telefonsprechzeiten für allgemeine Auskünfte: Mo-Mi, 14.00-16.00 Uhr; Fr  12.00-14.00 Uhr
    zur Hompage

In manchen Fällen ist die Ausländerbehörde der Gemeinde in Deutschland, in die man ziehen möchte zuständig.

Zuletzt geändert am 18.12.2015

Dokumente, die man bei sich tragen muss

Das Freizügigkeitsrecht, das die EU gibt, kennt eine essenzielle Voraussetzung: Sie müssen einen gültigen Personalausweis oder Reisepass mit sich führen, um sich ausweisen zu können.

Falls Sie ein Fahrzeug fahren, müssen Sie außerdem Ihren Führerschein und den Kfz-Schein des Fahrzeuges bei sich haben.

Beachten Sie:

Bei einem Umzug nach Deutschland muss ein Führerschein aus einem anderen EU- bzw. EWR-Staat nicht zwingend gegen einen deutschen Führerschein umgetauscht werden.

Führerscheine aus allen anderen Staaten müssen spätestens 6 Monate nach Umzug umgetauscht werden. Ansonsten darf nicht mehr in Deutschland gefahren werden.

Zuletzt geändert am 18.12.2015

Meldepflicht

Jede Person, die 16 Jahre oder älter ist, und nach Deutschland zieht oder innerhalb Deutschlands umzieht, ist verpflichtet, sich bei der Wohnsitzgemeinde anzumelden. Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren müssen von den Eltern angemeldet werden.

Zuständig ist die Gemeinde, in die man zieht. Dort muss man sich beim Rathaus (Einwohnermeldeamt oder Bürgeramt) melden.

Die Adresse und Öffnungszeiten des Einwohnermeldeamtes Ihrer Gemeinde finden Sie für Baden-Württemberg hier, und für Rheinland-Pfalz hier.

Sie müssen einen gültigen Personalausweis oder Reisepass und ggf. die Ihrer Familienmitglieder mitbringen. Außerdem müssen Sie die Wohnungsgebermeldung und/oder den Mietvertrag vorlegen.

Sie sind verpflichtet, sich innerhalb der ersten 8 Tage nach Ihrem Umzug bei dem Einwohnermeldeamt Ihres Wohnortes anzumelden. Falls Sie dieser Pflicht nicht nachkommen, kann Ihnen ein Bußgeld auferlegt werden. Sollten sich später Änderungen Ihrer persönlichen Situation ergeben, müssen Sie diese ebenso mitteilen.

Daten, die aufgenommen werden

Neben Ihrem Namen und Vornamen werden Geburtsdatum und -ort, Geschlecht, Staatsangehörigkeit, Adresse, Religion und andere Informationen, die auf den Ausweispapieren vermerkt sind, aufgenommen. Diese Informationen dürfen ausschließlich für die im Meldegesetz vorgesehenen Ziele verwendet werden.

Verwendung der aufgenommenen Daten

Das Einwohnermeldeamt leitet diese Informationen an die Ausländerbehörde, die Schulen, die Polizei, das Finanzamt, den Beitragsservice für den öffentlichen Rundfunk, das Statistische Landesamt, an die betroffenen Religionsgemeinschaften und an den Katastrophenschutz weiter.

Vorteile:
Bürger, die in einer Gemeinde angemeldet sind, haben dort Vorteile gegenüber anderen Personen. Zum Beispiel haben Sie Vorrang bei der Zuteilung eines Krippen- oder Kindergartenplatzes; Sie haben das Recht, an Kommunalwahlen teilzunehmen, usw.

Beachten Sie: Vermieter sind ebenso verpflichtet, jeden neuen Mieter zu melden. Das Einwohnermeldeamt hat auch über diesen Weg die Möglichkeit, neue Einwohner in seiner Gemeinde zu erfassen.

Achtung: Ehename/Mädchenname

Das deutsche und französische Namensrecht sind sehr unterschiedlich. Wenn Sie verheiratet sind und einen Mädchennamen und einen Familiennamen haben, sagen Sie bitte deutlich, um welchen Namen es sich jeweils handelt, wenn Sie Behördengänge machen. Bitte benutzen Sie immer denselben Namen für Ihre Behördengänge und bringen Sie beide Namen (Mädchenname und Familienname) an Ihren Briefkasten an, um sicherzustellen, dass Briefe, die an Sie gerichtet sind, bei Ihnen ankommen.

Zuletzt geändert am 12.08.2016

Ummeldung eines Kraftfahrzeugs

Wenn Sie nach Deutschland umziehen, sind Sie verpflichtet, Ihr Kraftfahrzeug (Kfz) in Deutschland anzumelden. Andernfalls machen Sie sich wegen Steuerhinterziehung strafbar. Besitzer von Kraftfahrzeugen sind verpflichtet, eine jährliche Kraftfahrzeugsteuer (Kfz-Steuer) zu bezahlen.

Weitere Informationen zur Anmeldung von Kraftfahrzeugen in Deutschland finden Sie in unserer Rubrik „Kfz und Verkehr“ bzw. in unserer Broschüre Ummeldung eines in Frankreich erworbenen Fahrzeugs nach Deutschland.

Zuletzt geändert am 18.12.2015

Steuern und Abgaben

Wo Ihr jeweiliges Einkommen zu versteuern ist, hängt vom Wohnort, Arbeitsort und der Art des Einkommens ab (Einkommen aus selbständiger Tätigkeit, Gehalt aus einem Angestelltenverhältnis im privaten oder öffentlichen Bereich, Zinsen und andere Kapitaleinkünfte, Mieteinnahmen, usw.) sowie von Ihrem Arbeitsort.

Weitere Informationen finden Sie in unserer Rubrik „Steuern“.

Der Rundfunkbeitrag

Seit dem 1. Januar 2013 gibt es in Deutschland einen allgemeinen Rundfunkbeitrag, der alle Rundfunkmedien umfasst (Fernseher, Radio, Computer, Mobiltelefone, usw.). Es handelt sich um eine Pauschale, die pro Haushalt zu zahlen ist; unabhängig davon, wie viele Personen dort wohnen und wie viele Rundfunkgeräte vorhanden sind. Der Rundfunkbeitrag beträgt 17,98 € im Monat. Zuständig ist der ARD ZDF Deutschlandradio Beitragsservice. Weitere Informationen finden Sie hier.

Die Kirchensteuer

Mit dieser Steuer werden die Kirchen, ihr Personal und ihre Tätigkeiten (z.B. im sozialen Bereich als Träger von Altersheimen, Kindergärten, Krankenhäusern usw.), sowie die Kirchengebäude finanziert.

Diese Steuer zahlen Mitglieder der evangelischen und katholischen Kirche, soweit sie in Deutschland steuerpflichtig sind. Im Zuge der Anmeldung beim Rathaus wird Ihre Konfession aufgenommen und dem Finanzamt mitgeteilt. Die Kirchensteuer wird, genau wie die Lohnsteuer, direkt durch das Finanzamt vom Einkommen abgezogen. Sie wird nach der Höhe der Einkommenssteuer berechnet (in Baden-Württemberg beträgt die Kirchensteuer 8% der Einkommenssteuer). Kirchensteuer fällt an, wenn Sie in Deutschland Lohnsteuern, Kapitalsteuern oder Grundsteuern zahlen. Haben Sie kein Einkommen, das in Deutschland steuerpflichtig ist, zahlen Sie keine Kirchensteuer.

Die Hundesteuer

Diese jährliche Steuer wird von der Gemeinde des Wohnorts erhoben. Betroffen sind Einwohner, die einen Hund haben, der älter als drei Monate ist. Die Höhe der Steuer ist davon abhängig, wie viele Hunde Sie haben und um welche Hunderasse es sich handelt. Sie sind verpflichtet, Ihren Hund beim Rathaus Ihrer Wohnortgemeinde anzumelden. Die Einnahmen dieser Steuer dienen dazu, die Straßen sauber zu halten.

Kommunalabgaben

Je nachdem wo Sie wohnen, können besondere örtliche Steuern, Abgaben oder Beiträge anfallen (z.B. die Zweitwohnsitzsteuer oder die Kurtaxe). Hier (Rubrik Stadtdatenbank/ Städte mit ZWS) finden Sie eine Liste von Städten, die eine solche Steuer erheben.

Beachten Sie: In Deutschland gibt es keine Wohnsteuer (taxe d’habitation).

Zuletzt geändert am 02.08.2018

Krankenversicherung

Grundsätzlich sind Sie in dem Staat sozialversichert, in dem Sie arbeiten. Ausnahmen gibt es im Fall der Entsendung oder wenn Sie gleichzeitig in mehreren Ländern arbeiten.

Weitere Informationen erhalten Sie in unserer Rubrik „Sozialversicherung“.

Zuletzt geändert am 02.08.2018

Familienleistungen

Wenn Sie nach Deutschland umziehen, müssen Sie die Kassen, von denen Sie Familienleistungen erhalten, darüber informieren. Grundsätzlich haben Sie Anspruch auf Familienleistungen in einem Land, wenn Sie dort arbeiten oder wenn Sie dort wohnen. Wenn mehrere Ansprüche zusammenkommen (Sie arbeiten in Frankreich und wohnen in Deutschland), entscheidet die Vorrangregelung, welches Land vorrangig Familienleistungen auszahlt und welches Land eventuell einen Differenzbetrag zahlt.

Weitere Informationen finden Sie in unserer Rubrik „Sozialversicherung“.

Zuletzt geändert am 02.08.2018

Einschulung der Kinder

Wenn Sie Kinder haben, denken Sie daran, sich bei den zuständigen Behörden über die Einschulung zu informieren. Grundsätzlich sind die Kinder im Wohnsitzland schulpflichtig.

Die Schulpflicht beginnt in Deutschland mit 6 Jahren. In Ausnahmefällen, zum Beispiel wenn Ihr Kind weiterhin in Frankreich zur Schule gehen oder dort eingeschult werden soll, brauchen Sie eine Genehmigung vom zuständigen deutschen Schulamt (Befreiung von der deutschen Schulpflicht) sowie eine Genehmigung von der zuständigen französischen Schulbehörde (Académie des betroffenen Départements).

Beachten Sie: Heimunterricht ist in Deutschland nicht erlaubt.

Weitere Informationen finden Sie in der Rubrik „Weitere Themen“.

Zuletzt geändert am 02.08.2018

Deutsch lernen

Wenn Sie Deutsch lernen möchten, können Sie sich an Volkshochschulen oder private Sprachschulen wenden. Diese Einrichtungen bieten Sprachkurse für Deutsch als Fremdsprache in verschiedenen Unterrichtsarten an (Intensivkurse, Einzelunterricht, Gruppenunterricht, Ferienkurse, …).

Allgemeine Informationen über das Lernen der deutschen Sprache finden Sie auf dem deutsch-französischen Sprachenportal.

Eine Liste der Volkshochschulen in Baden-Württemberg sowie ihre Kontaktdaten finden Sie hier.

Adressen der Sprachschulen in Ihrer Nähe finden Sie in den Gelben Seiten.

Eine Broschüre zu Angeboten für Deutschkurse in Kehl ist hier erhältlich.

Zuletzt geändert am 12.08.2016

Konsularangelegenheiten (Eintragung in das Register)

Für französische Staatsangehörige:

Eintragung in das Register für Franzosen, die im Ausland leben

Wenn Sie für mehr als sechs Monate nach Deutschland ziehen, wird nachdrücklich empfohlen, sich bei Ihrer Ankunft in Deutschland beim französischen Generalkonsulat in München zu registrieren.

Die Registrierung ist kostenlos, freiwillig und für fünf Jahre gültig mit der Möglichkeit, erneuert zu werden.

Die Registrierung ist unerlässlich für folgende Formalitäten:

  • Ausstellung einer Carte d’identité (französischer Personalausweis)

  • Zugang zu Stipendien für Schulen und Einschulungshilfe durch die französischen Einrichtungen in den Schulbezirken

  • Eintrag in die Wählerliste einer französischen Kommune

Der Eintrag in die Wählerlisten der Generalkonsulate sowie der Antrag für einen Reisepass führen zur automatischen Eintragung in das Register für Franzosen im Ausland.

Für behördliche Formalitäten von Franzosen, die in Baden-Württemberg wohnen, sind das französische Generalkonsulat in München und die Konsularabteilung der französischen Botschaft in Berlin zuständig.

Das französische Generalkonsulat in Frankfurt ist seinerseits zuständig für Visaerteilung (Visa für Studienzwecke oder für die Niederlassung in Frankreich).

Sie können sich wie folgt eintragen:

Persönlich beim französischen Generalkonsulat während der Öffnungszeiten, per Brief, Fax oder e-mail mit folgenden notwendigen Dokumenten (Informationen jeweils nur auf Französisch):

Für Schweizer Staatsangehörige

Als Auslandschweizerin oder Auslandschweizer müssen Sie sich bei einer diplomatischen oder konsularischen Vertretung der Schweiz immatrikulieren. Das Schweizer Konsulat hat die gleiche Funktion wie die Gemeindeverwaltung in der Schweiz. Finden Sie mit einem Klick auf der EDA-Seite die Schweizer Vertretung, die Ihrem Wohnsitz am nächsten liegt.

Wenden Sie sich für Konsularische Dienstleistungen aller Art an die Schweizer Vertretung (Botschaft, Generalkonsulat, Regionale Konsularcenter) vor Ort:

  • An- bzw. Abmeldung bei der Schweizer Vertretung

  • Anträge für Identitätskarten und Pässe

  • Zivilstandsangelegenheiten, etwa Geburt, Heirat, Scheidung etc.

  • Mitteilung von Adressänderungen

  • Einbürgerungen

  • Visa

Schweizerinnen und Schweizer, die im Ausland in eine Notlage geraten, können ausserdem bei der Schweizer Vertretung um Rat und Hilfe bitten.

Zuletzt geändert am 18.12.2015

Ausweispapiere

Für französische Staatsangehörige

Hinweis: Sie wohnen im Ortenaukreis? Einige Behördengänge können Sie bei der Stadtverwaltung Straßburg erledigen.

Einen biometrischen Ausweis beantragen

Seit Ende Juni 2009 sind alle Reisepässe, die in Frankreich oder von französischen Konsulaten ausgestellt werden, biometrisch.

Den Antrag auf einen Reisepass können Sie unabhängig von Ihrem Wohnsitz bei jedem französischen Konsulat oder bei einer französischen Gemeinde (soweit sie die technische Ausstattung hat) stellen. Zur Antragstellung sowie zur Entgegennahme des Reisepasses müssen Sie persönlich erscheinen (Abgabe des digitalen Fingerabdrucks). Dies gilt auch für Kinder. Der Ausweis wird ausschließlich von der Stelle ausgestellt, bei der er beantragt wurde.

Bitte beachten Sie: Der Reisepass wird für jeden einzeln ausgestellt, unabhängig vom Alter des Antragstellers. Kinder können nicht mehr in den Reisepass eines Elternteils eingetragen werden.

Der biometrische Reisepass ist 10 Jahre lang gültig (für Minderjährige 5 Jahre). Die Ausstellungsfrist beträgt ungefähr 3 Wochen nach Abgabe des vollständigen Antrags (dazu kommen gegebenenfalls die Dauer der Überstellung an die konsularischen Außenstellen).

Eine Liste der notwendigen Unterlagen finden Sie hier.

Einen gesicherten Personalausweis (CNIS) beantragen

Um einen Personalausweis zu beantragen, müssen Sie persönlich erscheinen (dies gilt auch für Minderjährige). Sie können den Ausweis entweder beim Generalkonsulat in München beantragen, oder bei einem Konsularsprechtag (tournée consulaire), wenn Sie einen Termin vereinbart haben.

Anträge per e-mail, Brief, Fax usw. werden nicht akzeptiert.

Der Personalausweis ist kostenlos, außer wenn Sie ihn verlieren oder er gestohlen wurde (in diesem Fall betragen die Kosten 25€). Er ist sowie für Minder- als auch Volljährige 10 Jahre lang gültig.

Wenn Sie Ihren Personalausweis beantragen, müssen Sie mit einer Bearbeitungszeit von 8 bis 10 Wochen rechnen. Darüber hinaus kann es, z.B. aufgrund von Zustellungszeiten zu konsularischen Außenstellen, zu weiteren Verzögerungen kommen.

Notwendige Dokumente

Bitte beachten Sie:
Die Gültigkeitsdauer der Personalausweise von erwachsenen Personen ist seit Januar 2014 von 10 auf 15 Jahre verlängert worden. Dies betrifft:

  • Neue Personalausweise (Plastikkarten), die ab dem 1. Januar 2014 an volljährige Personen ausgestellt wurden;

  • Alle offiziellen (sécurisées) Ausweispapiere (Plastikkarten), die zwischen dem 2. Januar 2004 und dem 31. Dezember 2013 an volljährige Personen ausgestellt wurden.

Achtung: Diese Verlängerung gilt nicht für Personalausweise von minderjährigen Personen. Diese sind ab Ausstellungsdatum 10 Jahre lang gültig. Es ist nicht notwendig, sich diesbezüglich an Ihr Rathaus oder Konsulat zu wenden.

Wenn Ihr Personalausweise zwischen dem 2. Januar 2004 und dem 31. Dezember 2013 ausgestellt wurde, verlängert sich die Gültigkeit auf fünf Jahre automatisch. Sie müssen dazu keine besonderen Vorkehrungen treffen. Das Ablaufdatum auf Ihrem Ausweis wird nicht geändert.

Die EU-Mitgliedsstaaten, die Schweiz sowie einige andere Länder in Europa und im Mittelmeerraum erkennen den Personalausweis als offizielles Reisedokument an.

Bitte beachten Sie, dass es z.B. an Flughäfen zu Schwierigkeiten kommen kann, da das Ablaufdatum des Ausweises nicht geändert wird.

[Quelle: Extension de la durée de validité de la carte nationale d’identité, Stand : Mai 2018]

Franzosen, die im Ortenaukreis wohnen, können ihren Personalausweis und Reisepass im Rathaus von Straßburg beantragen und abholen. Sie finden Adressen und Öffnungszeiten hier.

Um mehr Informationen zu erhalten, können Sie die Informationsbroschüre des Eurodistrikts auf www.eurodistrict.eu unter der Rubrik „Formalités administratives“ abrufen.

[Quelle: Faciliter la délivrance]

Für Schweizer Staatsangehörige

Zuständig ist die Schweizer Vertretung (Botschaft, Generalkonsulat, Regionale Konsularcenter) vor Ort.

Vgl. Konsularangelegenheiten für Schweizer Staatsangehörige (siehe oben)

Zuletzt geändert am 13.08.2018

Wahlrecht

Wahlrecht in Deutschland

Als Staatsangehöriger eines EU-Staates, der länger als 3 Monate in einem anderen EU-Staat wohnt, haben Sie das Recht, in Deutschland sowohl an Europawahlen (der deutschen Kandidaten) als auch Kommunalwahlen teil zu nehmen und selbst gewählt zu werden. Dazu müssen Sie sich beim Wahlbüro Ihrer Wohnortgemeinde in Deutschland einschreiben.

Beachten Sie: Bei den Europawahlen haben Sie die Wahl, ob Sie in ihrem Wohnsitzland oder Ihrem EU-Herkunftsland wählen. Die doppelte Teilnahme an der Europawahl ist verboten und strafbar (Wahlbetrug). Eine Eintragung in das Wählerverzeichnis am Wohnort schließt automatisch das Recht aus, sich in das Wählerverzeichnis in Ihrem EU-Herkunftsland einzutragen.

Französische Staatsangehörige: Ausübung des Wahlrechts in Frankreich

Französische Staatsangehörige, die im Ausland wohnen, können ihr Wahlrecht in Frankreich auf zwei Wege ausüben:

  • durch Einschreiben in die konsularische Wählerliste

    oder
  • durch Einschreiben in eine Wählerliste einer französischen Gemeinde

Weitere Informationen finden Sie hier.

Bitte beachten Sie: Angehörige eines EU-Staats, die in einem anderen Mitgliedsstaat wohnen, können an den Kommunalwahlen und an den Europawahlen im Land ihres Wohnsitzes teilnehmen. Bei den Europawahlen müssen sich die betroffenen Bürger entscheiden, in welchem Land sie wählen möchten: Mitgliedsstaat, in dem sie wohnen oder Mitgliedsstaat, dessen Nationalität sie haben (siehe auch unter „Wahlrecht in Deutschland“). In beiden Staaten wählen, hieße, sich des Wahlbetrugs strafbar zu machen.

Schweizer Staatsangehörige: Ausübung des Wahlrechts in der Schweiz

Als Auslandschweizerin oder Auslandschweizer können Sie Ihr Stimm- und Wahlrecht auf Bundesebene brieflich ausüben. Dazu müssen Sie bei einer diplomatischen oder konsularischen Vertretung der Schweiz und bei Ihrer Stimmgemeinde (eine Ihrer früheren Wohnsitzgemeinden oder einer Ihrer Heimatorte) immatrikuliert sein.

In den Kantonen Basel-Landschaft, Bern, Freiburg, Genf, Graubünden, Jura, Neuenburg, Schwyz, Solothurn und Tessin haben die Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer zudem das Stimm- und Wahlrecht auf Kantonsebene. 

Zuletzt geändert am 18.12.2015

Kontaktdaten der Konsulate und nützliche Adressen

  • Sämtliche Schweizer Vertretungen in Deutschland finden Sie hier.
Zuletzt geändert am 18.12.2015

Wohnungssuche am Oberrhein

Kleinanzeigen können Sie in folgenden Lokalzeitungen finden:

  • Badische Zeitung
    Rubrik Anzeigen / Miete / Immobilien
    Immobilienanzeigen werden mittwochs und samstags veröffentlicht.
  • Kehler Zeitung
    Rubrik Portalwelt / Kleinanzeigen/ Immobilienangebote oder Vermietungen
    Immobilienanzeigen werden mittwochs und samstags veröffentlicht.

Außerdem gibt es kostenlose Zeitungen, die sich auf Kleinanzeigen spezialisiert haben:

  • Schnapp
    Rubrik Anzeigen/Miete/ Immobilien
    Erscheint donnerstags.
  • Zypresse
    Rubrik Mieten und Vermieten oder Immobilienmarkt
    Erscheint mittwochs und samstags.

Sie können außerdem Kleinanzeigen unter anderem auf folgenden Internetseiten finden:

Seiten, die sich auf Immobilienanzeigen konzentrieren:

Die Suche einer Unterkunft durch einen Immobilienmakler

Sie können sich ebenfalls an einen Immobilienmakler wenden, um Hilfe bei Ihrer Wohnungssuche zu erhalten.

Kontaktdaten von Immobilienmaklern finden Sie auf folgenden Internetseiten:

  • Gelbe Seiten
    Rubrik Immobilienmakler
  • IVD.net (Bundesverband der Immobilienberater, Makler, Verwalter und Sachverständigen)
    Rubrik Expertensuche
Zuletzt geändert am 17.08.2018

Der Mietvertrag

Der Mietvertrag kann mündlich oder schriftlich geschlossen werden. In allen Fällen müssen die Namen des Mieters und des Vermieters, die zu vermietende Unterkunft, die Höhe der Miete und das Datum, an dem der Mietvertrag rechtsgültig wird, genannt werden. Wenn Schönheitsreparaturen (zur Instandhaltung der Wohnung) und Nebenkosten nicht im Vertrag genannt werden, müssen sie vom Vermieter getragen werden.

Prinzipiell sind Mietverträge unbefristet. In diesem Fall kann der Mieter den Vertrag unter Berücksichtigung einer Kündigungsfrist von drei Monaten auflösen. Der Vermieter muss für die Kündigung eine gesetzlich anerkannte Begründung angeben; Seine Kündigungsfrist beträgt je nach Länge des Vertrags drei bis neun Monate.

Wenn eine Begründung vorliegt, kann der Vertrag schriftlich befristet werden.

Der Vermieter kann eine Kaution verlangen, wenn diese im Vertrag genannt wurde. Der Betrag dieser Kaution darf die dreifache Höhe der monatlichen Kaltmiete nicht übersteigen.

Eine Bestandsaufnahme ist nicht verpflichtend, kann aber als Beweismittel eingesetzt werden.

Weitere Informationen finden Sie hier:

Zuletzt geändert am 17.08.2018

Nebenkosten und weitere Gebühren/Ausgaben

Nebenkosten, die Sie an Ihren Vermieter zahlen, werden im Mietvertrag genannt. Darunter fallen zum Beispiel: Heizkosten, Wasser, Grundsteuer, Kosten für den Aufzug, Instandhaltung und Beleuchtung der Gemeinschaftsflächen (z.B. Flur, Treppenaus usw.). Die Aufzählung ist nicht abschließend.

Hausmüll

Gebühren, die für die Beseitigung des Hausmülls gezahlt werden müssen, gehören häufig zu den Nebenkosten. Wenn dies nicht der Fall ist, müssen Sie Ihre Mülltonnen beim Landratsamt des Landkreises, in dem Sie wohnen, bestellen oder anmelden. Informieren Sie sich beim Landratsamt Ihres Kreises über die Höhe der Gebühren sowie über die Mülltrennungsregelungen (jeder Kreis geht dabei anders vor). 

Zuletzt geändert am 18.12.2015

Wasser, Gas, Elektrizität

Sowohl in Deutschland also auch in Frankreich ist die Wasserversorgung Aufgabe der Gemeinden. Mehr Informationen zu diesem Thema können Sie vom Rathaus Ihrer jeweiligen Gemeinde erhalten.

Der deutsche Energiemarkt ist seit Ende der 1990er Jahre privatisiert. Bevor Sie Ihren Gas- oder Stromlieferanten wählen, informieren Sie sich und vergleichen Sie die Leistungen.

Um sich über die Verbraucherrechte in Deutschland zu informieren, können Sie sich an das Europäische Verbraucherschutzzentrum wenden (siehe unten unter „nützliche Adresse“).

Zuletzt geändert am 04.08.2016

Hausrats- und Haftpflichtversicherung

Eine Hausratsversicherung ist in Deutschland nicht verpflichtend. Durch die Hausratsversicherung werden Möbel und andere Gegenstände des Mieters, die sich in der Wohnung befinden, versichert. Wenn Sie eine solche Versicherung abschließen, werden Risiken, die mit einem Brandfall, Wasserschaden Diebstahl, Vandalismus, oder einer Naturkatastrophe verbunden sind, abgesichert. Im Gegensatz zur französischen Assurance Multirisques Habitation ist eine Haftpflichtversicherung nicht automatisch darin enthalten.

Zuletzt geändert am 18.12.2015

Wohngeld

Wohngeld, wie es in Frankreich existiert, gibt es in dieser Form in Deutschland nicht. Dennoch können Personen mit einem geringen Einkommen diese Hilfe beantragen. Ob und in welcher Höhe das Wohngeld gezahlt wird, kommt auf das Gesamteinkommen der Familie, die Höhe der Miete und die Anzahl der im Haushalt lebenden Personen an. Sie können Ihren Antrag auf Wohngeld bei der Wohngeldstelle beim Rathaus Ihres Wohnortes stellen. Die notwendigen Formulare erhalten Sie dort.

Zuletzt geändert am 18.12.2015

Immobilienkauf oder -bau

Umfassendere Informationen finden Sie in der Broschüre „Achat d’un bien immobilier en Allemagne“.

Sie können diese Broschüre unter dieser Adresse herunterladen.

Das europäische Verbraucherschutzzentrum organisiert außerdem Immobiliensprechstunden mit deutsch-französischen Notaren und Finanzberatern. Daten und Orte dieser Sprechstunden finden Sie unter: http://www.cec-zev.eu/de/unser-service/immobiliensprechstunden/

Wenn Sie ein Haus um- oder neu bauen möchten, müssen Sie sich zuvor beim Rathaus über die genaue Lage Ihres Grundstücks informieren und welche Vorgaben sich daraus ergeben. Gegebenenfalls übernimmt dies auch ein Architekt für Sie.

Informationen zum Bau eines Hauses in Deutschland (Ratschläge, Finanzierungsmöglichkeiten, …) finden Sie auf der Internetseite der Verbraucherzentrale Bundesverband der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KFW) Förderbank.

Haben Sie Fragen zum Erbrecht in Deutschland und Frankreich, können Sie sich zusätzlich bei Notarsprechstunde der INFOBEST PAMINA informieren. Diese findet jeden ersten Dienstag im Monat statt. Sie ist kostenlos. Eine Terminvereinbarung ist zwingend erforderlich.

Zuletzt geändert am 03.08.2018

Nützliche Adresse

Europäisches Verbraucherschutzzentrum
Bahnhofsplatz 3
77694 Kehl
Tel: +49 (0) 7851 99 14 80
Fax : +49 (0) 7851 99 14 811
Email : info@cec-zev.eu

Zuletzt geändert am 03.08.2016