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Strassenverkehrsregeln

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Réglementations routières

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Straßenverkehrsregeln in Deutschland

Grundsätze im Straßenverkehr

Allgemeine Grundsätze:

Die Teilnahme am Straßenverkehr erfordert ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksichtnahme. Auch in Deutschland wird auf der rechten Fahrbahn gefahren.

Anpassung an Wetterverhältnisse:

Bei Kraftfahrzeugen ist die Ausrüstung an die Wetterverhältnisse anzupassen. Hierzu gehört im Winter beispielsweise die Ausrüstung mit Winterreifen.

Fahrradfahrer:

Fahrradfahrer müssen hintereinander fahren. Wenn Radwege vorhanden sind, muss zwingend auf diesen gefahren werden. Kinder unter 8 Jahren müssen auf den Gehwegen Fahrrad fahren, Kinder von 8 bis 10 Jahren dürfen dies.

Geschwindigkeit:

Der Fahrzeugführer darf nur so schnell fahren, dass er sein Fahrzeug ständig beherrscht. Er hat seine Geschwindigkeit insbesondere den Strassen-, Verkehrs-, Sicht- und Wetterverhältnissen anzupassen. Beträgt die Sichtweite durch Nebel, Schnee oder Regen weniger als 50 m, so darf er nicht schneller als 50 km/h fahren, wenn nicht eine geringere Geschwindigkeit geboten ist.

Ein Fahrzeugführer darf nur so schnell fahren, dass er innerhalb der übersehbaren Strecke halten kann. Ohne triftigen Grund dürfen Kraftfahrzeuge nicht so langsam fahren, dass sie den Verkehrsfluss behindern.
Die zulässige Höchstgeschwindigkeit beträgt auch unter günstigsten Umständen

  1. innerhalb geschlossener Ortschaften für alle Kfz 50 km/h,
  2. ausserhalb geschlossener Ortschaften
    1. für Kraftfahrer mit einem zulässigen Gesamtgewicht über 3,5 bis 7,5 t, ausgenommen Personenkraftwagen, für Personenkraftwagen mit Anhänger, für Lastkraftwagen und Wohnmobile jeweils mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 3,5 t mit Anhänger sowie für Kraftomnibusse, auch mit Gepäckanhänger 80 km/h
    2. für Kfz mit einem zulässigen Gesamtgewicht über 7,5 t, für alle Kfz mit Anhänger, ausgenommen Pkw, Lkw und Wohnmobile jeweils bis zu einem zulässigen Gesamtgewicht von 3,5 t, sowie für Kraftomnibusse mit Fahrgästen, für die keine Sitzplätze mehr zur Verfügung stehen, 60 km/h,
    3. für Pkw sowie für andere Kfz mit einem zulässigen Gesamtgewicht bis 3,5 t 100 km/h.


Die Geschwindigkeitsbeschränkung gilt nicht auf Autobahnen sowie auf anderen Strassen mit Fahrbahnen für eine Richtung, die durch Mittelstreifen oder sonstige bauliche Einrichtungen getrennt sind.

Der Abstand von einem vorausfahrenden Fahrzeug muss so gross sein, dass auch dann hinter ihm gehalten werden kann, wenn es plötzlich gebremst wird.  

Vorfahrt:

An Kreuzungen und Einmündungen hat die Vorfahrt, wer von rechts kommt. Dies gilt nicht, wenn die Vorfahrt durch Verkehrszeichen besonders geregelt ist.

Kreisverkehr:

Grundsätzlich hat der Verkehr auf der Kreisfahrbahn Vorfahrt. Bei der Einfahrt in den Kreisverkehr ist blinken unzulässig.

Besondere Verkehrslagen:

Stockt der Verkehr auf Autobahnen und Ausserortsstrassen mit mindestens zwei Fahrstreifen für eine Richtung, so müssen Fahrzeuge für die Durchfahrt von Polizei- und Hilfsfahrzeugen in der Mitte der Richtungsfahrbahn, bei Fahrbahnen mit drei Fahrstreifen für eine Richtung zwischen dem linken und dem mittleren Fahrstreifen, eine freie Gasse bilden.

Autobahnen und Kraftfahrstrassen:

Autobahnen und Kraftfahrstrassen dürfen nur mit Kfz benutzt werden, deren durch die Bauart bestimmte Höchstgeschwindigkeit mehr als 60 km/h beträgt. Werden Anhänger mitgeführt, so gilt das gleiche auch für diese. Fahrzeuge dürfen zusammen nicht höher als 4 m und nicht breiter als 2,55 m sein.

Der Fahrzeugführer ist dafür verantwortlich, dass seine Sicht und das Gehör nicht durch die Besetzung, Tiere, die Ladung, Geräte oder den Zustand des Fahrzeugs beeinträchtigt werden. Ihm ist die Benutzung eines Mobil- oder Autotelefons untersagt, wenn er hierfür das Mobiltelefon oder den Hörer des Autotelefons aufnimmt oder hält.

Fussgängerwege:

An Fussgängerüberwegen haben Fahrzeuge den Fussgängern das Überqueren der Fahrbahn zu ermöglichen. Sie dürfen nur mit mässiger Geschwindigkeit heranfahren; wenn nötig, müssen sie warten.

Lärm und Abgasbelästigung:

Bei der Benutzung von Fahrzeugen sind unnötiger Lärm und vermeidbare Abgasbelästigungen verboten. Es ist insbesondere verboten, Fahrzeugmotoren unnötig laufen zu lassen und Fahrzeugtüren übermässig laut zu schliessen.

Verbote

An Sonntagen und Feiertagen dürfen in der Zeit von 0 bis 22 Uhr LKW mit einem zulässigen Gesamtgewicht über 7,5 t sowie Anhänger hinter LKW nicht verkehren. Das Verbot gilt u.a. nicht für die Beförderung von frischer Milch und frischen Milcherzeugnissen, frischem Fleisch, frischen Fischen und leichtverderblichem Obst und Gemüse.

Es ist verboten, die Strasse zu beschmutzen oder Gegenstände auf Strassen zu bringen oder dort liegen zu lassen, wenn dadurch der Verkehr gefährdet oder erschwert werden kann.

Verboten ist der Betrieb von Lautsprechern, das Anbieten von Waren und Leistungen aller Art auf der Strasse, ausserhalb geschlossener Ortschaften jede Werbung und Propaganda durch Bild, Schrift, Licht oder Ton, wenn dadurch Verkehrsteilnehmer in einer den Verkehr gefährdenden oder erschwerenden Weise abgelenkt oder belästigt werden können.

Verhalten bei einem Unfall

Nach einem Verkehrsunfall hat jeder Beteiligte unverzüglich zu halten, den Verkehr zu sichern und bei geringfügigem Schaden unverzüglich beiseite zu fahren. Er hat sich über die Unfallfolgen zu vergewissern, Verletzten zu helfen, anderen am Unfallort anwesenden Beteiligten und Geschädigten anzugeben, dass er am Unfall beteiligt war und auf Verlangen seinen Namen und seine Anschrift anzugeben sowie ihnen Führerschein und Fahrzeugschein vorzuweisen und nach bestem Wissen Angaben über seine Haftpflichtversicherung zu machen. Ferner hat er solange am Unfallort zu bleiben, bis er zugunsten der anderen Beteiligten und der Geschädigten die Feststellung seiner Person, seines Fahrzeuges und der Art seiner Beteiligung durch seine Anwesenheit ermöglicht hat oder eine nach den Umständen angemessene Zeit zu warten und am Unfallort Namen und Anschrift zu hinterlassen, wenn niemand bereit war, die Feststellung zu treffen. Er hat unverzüglich die Feststellungen nachträglich zu ermöglichen, wenn er sich berechtigt, entschuldigt oder nach Ablauf der Wartefrist vom Unfallort entfernt hat. Dazu hat er mindestens den Berechtigten oder einer nahe gelegenen Polizeidienststelle mitzuteilen, dass er am Unfall beteiligt gewesen ist, und seine Anschrift, seinen Aufenthalt sowie das Kennzeichen und den Standort seines Fahrzeugs anzugeben und dieses zu unverzüglichen Feststellungen für eine Ihm zumutbare Zeit zur Verfügung zu halten. Beteiligt an einem Verkehrsunfall ist jeder, dessen Verhalten nach den Umständen zum Unfall beigetragen haben kann. Unfallspuren dürfen nicht beseitigt werden, bevor die notwendigen Feststellungen getroffen worden sind.
Die Zeichen und Weisungen der Polizeibeamten sind zu befolgen. Sie gehen allen anderen Anordnungen und sonstigen Regeln vor, entbinden den Verkehrsteilnehmer jedoch nicht von seiner Sorgfaltspflicht.


Wer vorsätzlich oder fahrlässig gegen bestimmte Vorschriften der Strassenverkehrsordnung verstösst, handelt ordnungswidrig. Dies hat zur Konsequenz, dass ein Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet werden kann, was zu Bussgeldern und anderen Konsequenzen führen kann.

Autobahngebühren

Die Benutzung der deutschen Autobahnen ist grundsätzlich kostenlos. Eine Ausnahme gilt für LKW. Bei ihnen wird eine LKW-Maut fällig.

Weitere Informationen zu dem Thema finden Sie auf der mehrsprachigen Seite von Toll-Collect.

Vollstreckung von Bussgeldern im Ausland

Rechtskräftige Entscheidungen von Verwaltungsbehörden oder Gerichten eines anderen EU-Mitgliedstaates, denen Verkehrsordnungswidrigkeiten zugrunde liegen, können in Deutschland grundsätzlich vollstreckt werden.

Zur Vollstreckbarkeit im Verhältnis zur Schweiz siehe:

www.fedpol.admin.ch/fedpol/de/home/aktuell/uebertretungen_vonstrassenverkehrsvorschriften/bussen.html

Ich bin Ausländer in Deutschland und habe einen Autounfall, wie gehe ich vor?

Die Situation nach einem Verkehrsunfall im Ausland ist in vielerlei Hinsicht problematischer als nach einem Unfall im Wohnland.

Es empfiehlt sich daher, bei Fahrten im Ausland stets einen "Europäischen Unfallbericht" mitzuführen, ebenso die „Grüne Versicherungskarte". Auf Anfrage erhalten Sie den Europäischen Unfallbericht in Ihrer Sprache bei Ihrer Versicherung.

Weitere Informationen finden Sie unter:
http://vosdroits.service-public.fr/particuliers/F2694.xhtml

Auf der Homepage des Zentrums für Europäischen Verbraucherschutzes finden Sie unter Publikationen eine Broschüre zum Thema.

Ich bin Ausländer in Deutschland und mein Auto wurde gestohlen, wie gehe ich vor?

Zeigen Sie schnellstmöglich den Diebstahl bei der nächstgelegenen Polizeidienststelle an und melden Sie den Diebstahl ebenfalls Ihrer Versicherungsgesellschaft.

Zuletzt geändert am 18.12.2015

Straßenverkehrsregeln in Frankreich

Grundsätze im Strassenverkehr

In Frankreich wird auf der rechten Fahrbahn gefahren.

Zulässige Höchstgeschwindigkeit ist 50 km/h in der Stadt (Ausnahme Sonderregelungen vor Ort), 80 km/h auf dem Pariser Boulevard Périphérique, 90 km/h auf Landstrassen, 110 km/h auf Schnellstrassen und 130 km/h auf Autobahnen.

Das Anlegen des Sicherheitsgurtes ist für alle Autoinsassen vorgeschrieben, und zwar auf den Vorder- wie auf den Rücksitzen.

Kinder müssen Sicherheitsvorrichtungen benutzen, die dem Alter des Kindes angepasst sind: Sitz mit dem Rücken zur Fahrtrichtung für Babys, Kindersitz für Kinder zwischen 9 Monaten und 4 Jahren, Sitzerhöhung für Kinder bis zu 10 Jahren.

Auf dem Motorrad und dem Motorroller ist das Tragen eines Helms vorgeschrieben. Die Benutzung der Fahrspuren für Busse ist verboten. Der maximal erlaubte Blutalkoholgehalt beträgt 0,5 Promille.
Bei Kontrollen müssen der Führerschein, die internationale grüne Versicherungskarte und der Fahrzeugschein ("Carte grise") vorgelegt werden.

Autobahngebühren

Die Autobahnen in Frankreich sind in der Regel mautpflichtig und werden von Privatunternehmen betrieben.

Verkehrsdelikte

Das Pauschalbußgeld wird bei Ordnungswidrigkeiten der ersten, zweiten, dritten und vierten Klasse angewandt. In diesen Fällen wird lediglich eine Geldbuße ohne zusätzliche Strafe (wie zum Beispiel Entziehung der Fahrerlaubnis) verhängt.

Dieses Verfahren gilt unabhängig davon, ob die Ordnungswidrigkeiten einen Punkteabzug zur Folge haben oder nicht.

Beispiele von Verstößen gegen die Straßenverkehrsordnung, die mit einem Pauschalbußgeld geahndet werden:

  • Erste Klasse: unerlaubtes Parken,
  • Zweite Klasse: Fahren auf dem Nothaltestreifen, Fahrtrichtungswechsel ohne Setzen des Blinklichtes, Nichtbezahlung einer Straßenmaut, Fehlen der Versicherungsbescheinigung,
    • Dritte Klasse: Geschwindigkeitsüberschreitung unter 20 km/h, wenn die erlaubte Höchstgeschwindigkeit über 50 km/h liegt, Fahren eines Fahrzeugs, dass nicht mit konformen Bremsanlagen ausgestattet ist,
  • Vierte Klasse: Benutzung eines Telefons beim Fahren, Fahren ohne Anlegen eines Sicherheitsgurtes, Vorfahrtsmissachtung, Nichteinhaltung einer roten Ampel oder eines Stopp-Zeichens, teilweises oder vollständiges Überfahren einer durchgezogenen Linie, Teilnahme am Straßenverkehr ohne technische Untersuchung in regelmäßigen Abständen, Trunkenheitsfahrt, Fahren in unerlaubter Fahrtrichtung, Nichteinhaltung des Sicherheitsabstandes zwischen 2 Fahrzeugen, Geschwindigkeitsüberschreitung unter 50 km/h, gefährliches Überholen, Fahren ohne Beleuchtung bei Nacht oder nicht auseichendender Sicht.

Im Falle von Zuwiderhandlungen im Strassenverkehr werden Ihnen in Frankreich Punkte aus Ihrem persönlichen „Punktekonto" abgezogen. Sind Ihnen Punkte abgezogen worden, so gibt es zwei Möglichkeiten um diese wieder zu erlangen:

Sind seit Ihrem letzten Verkehrsdelikt 6 Monate bis 3 Jahre vergangen ohne, dass weitere Punkteabzüge vorgenommen wurden, so wird Ihr Punktekonto automatisch wieder auf 12 Punkte aufgestockt. Diese Frist kann unterschiedlich lang ausfallen, je nachdem um welchen Verkehrsverstoß es sich gehandelt hat.

Des Weiteren haben Sie die Möglichkeit, auf freiwilliger Basis an Verkehrssicherheitstrainings teilzunehmen (eins pro Jahr). Hierfür werden Ihnen pro Training 4 Punkte gutgeschrieben, wobei Sie nicht mehr als maximal 12 Punkte ansammeln können.

Informationen zum französischen Punktesystem

Hier finden Sie eine Übersicht über die jeweiligen Geldbußen und Punkteabzüge in Frankreich.

Vollstreckung von Bußgeldern im Ausland

Artikel L121-4 der Straßenverkehrsordnung sieht vor, dass Personen (Franzosen und auch Ausländer), die einen Verstoß gegen die Straßenverkehrsordnung begehen und das Bußgeld nicht sofort bezahlen können und

  • keinen Wohnsitz oder keine Arbeitsstelle in Frankreich nachweisen können,
  • oder keine von der Verwaltung anerkannte Kaution nachweisen können (zum Beispiel durch einen Automobil-Club oder Touring-Club)

einer vorsorglichen Hinterlegung der voraussichtlichen Geldbuße unterzogen werden können, deren Höhe in dem Erlass vom 19. Dezember 2001 festgelegt ist. Der Beschluss über diese Pflichthinterlegung ergeht innerhalb von 24 Stunden nach der Feststellung der Ordnungswidrigkeit durch den Leitenden Oberstaatsanwalt.
Kann keine dieser Garantien von dem Begeher der Ordnungswidrigkeit vorgelegt werden, kann sein Kraftfahrzeug bei einer Kfz-Verwahrstelle abgestellt und ihm die Unterstellkosten auferlegt werden.
Wichtig zu wissen: Bei einer Ordnungswidrigkeit durch den Inhaber eines Führerscheins, der von einem EU-Mitgliedsstaat ausgestellt wurde, muss der Einzug des ausländischen Führerscheins zwangsläufig gegen Aushändigung eines französischen Titels erfolgen.

Seit in Kraft Treten der Richtlinie 2015/413 zur Erleichterung des grenzüberschreitenden Austauschs von Informationen über die Straßenverkehrssicherheit kann der Fahrer eines im Ausland zugelassenen Fahrzeugs, der in Frankreich eine Verkehrswidrigkeit begeht und nicht sofort angehalten wird, auch bei der Rückkehr in sein Wohnland belangt werden. Dies gilt nicht für Fahrzeuge, die in Irland, Großbritannien oder Dänemark zugelassen sind. Es handelt sich dabei um folgende Verkehrswidrigkeiten:

  • Geschwindigkeitsüberschreitung

  • Nicht-anlegen des Sicherheitsgurtes

  • Nicht-beachtung einer roten Ampel

  • Trunkenheitsfahrt

  • Fahrt unter Drogeneinfluss

  • Nicht-tragen eines Helmes

  • Fahrt auf verbotenen Wegen

  • Benutzung eines Mobiltelephones (oder eines anderen Kommunikationsgerätes) während der Fahrt

Der Betroffene erhält von den französischen Behörden eine gebührenpflichtige Verwarnung, indem er über den ihm vorgeworfenen Sachverhalt informiert wird und über das zu zahlende Bußgeld. Alle relevanten Informationen ergeben sich aus diesem Bescheid (Vorwurf, Ort, Datum, Uhrzeit, Höhe des Bußgelds und Zahlungsmodalitäten…). Die Verwarnung wird dem Fahrer in der/einer der Landessprache(n) des Landes, in welchem das Fahrzeug zugelassen ist, zugestellt.

Frankreich und die Schweiz haben darüber hinaus ein Abkommen über die grenzüberschreitende Zusammenarbeit in Justiz-, Polizei- und Zollsachen getroffen. Diese ist seit dem 1. Juli 2009 in Kraft. Danach kann auch der Fahrer eines in der Schweiz zugelassenen Fahrzeugs, der in Frankreich eine Verkehrswidrigkeit begeht und nicht sofort angehalten wird, auch bei der Rückkehr in sein Wohnland belangt werden:

https://www.admin.ch/opc/de/classified-compilation/20071670/index.html

Ich bin Ausländer in Frankreich und habe einen Autounfall, wie gehe ich vor?

Die Situation nach einem Verkehrsunfall im Ausland ist in vielerlei Hinsicht problematischer als nach einem Unfall im Wohnland. Es empfiehlt sich daher, bei Fahrten im Ausland stets einen "Europäischen Unfallbericht" mitzuführen, ebenso die „Grüne Versicherungskarte". Auf Anfrage erhalten Sie den Europäischen Unfallbericht in Ihrer Sprache bei Ihrer Versicherung.

In Frankreich besteht bei reinem Sachschaden keine Pflicht, die Polizei zu informieren. Dies ist nur bei Personenschäden der Fall.

Ich bin Ausländer in Frankreich und mein Auto wurde gestohlen, wie gehe ich vor?

Erstatten Sie bei der nächstgelegenen Polizeistation Anzeige (dies kann entweder das commissariat de police oder die Gendarmerie sein). Melden Sie weiterhin den Diebstahl Ihrer Versicherungsgesellschaft.

Weitere Informationen hier.

Zuletzt geändert am 18.12.2015

Straßenverkehrsregeln in der Schweiz

Wer im Strassenverkehr unterwegs ist, muss eine Vielzahl Regeln beachten. Zum Beispiel sind Tempo- und Alkohollimiten einzuhalten, Parkverbote zu beachten und Kinder in Kindersitzen zu sichern. Wer gegen die Regeln verstösst, wird gebüsst.

Das Strassenverkehrsgesetz (SVG) definiert die Verkehrsregeln, ordnet den Verkehr auf den öffentlichen Strassen und regelt die Verantwortlichkeiten bei Schadensfällen.

Übertretungen der Strassenverkehrsvorschriften des Bundes können in einem vereinfachten Verfahren mit Ordnungsbussen geahndet werden (Ordnungsbussenverfahren). Die Höchstgrenze der Ordnungsbussen beträgt 300 Franken. Vorleben und persönliche Verhältnisse des Täters werden nicht berücksichtigt (Art.1 Ordnungsbussengesetz [OBG]).

Wenn dem Täter zusätzlich eine Widerhandlung vorgeworfen wird, die nicht in der Bussenliste aufgeführt ist. so werden die Übertretungen im ordentlichen Verfahren beurteilt. Es werden das ordentliche Strafrecht und die kantonalen Zuständigkeits- und Verfahrensvorschriften für Übertretungen angewendet.

Die Bussenliste gibt einen Überblick über die geltenden Tarife:

Autobahnvignette

Die Benützung der Nationalstrassen (Autobahnen und Autostrassen) mit Motorfahrzeugen und Anhängern wird in der der Schweiz mit der Vignette bezahlt.

Die Vignette kostet aktuell CHF 40. Sie gilt für die Zeit vom 1. Dezember bis zum 31. Januar. Es gibt keine Tages- Wochen oder Monatsvignetten.

Vollstreckung von Bussgeldern im Ausland

Grundsätzlich sind auch Bussen, die man im Ausland bekommt zu bezahlen. So können auch allfällige Probleme bei einer erneuten Einreise vermieden werden. Dies gilt für Schweizer Lenker im Ausland und für ausländische Lenker in der Schweiz. Beachten Sie dazu folgende FAQ:

www.fedpol.admin.ch/fedpol/de/home/aktuell/uebertretungen_vonstrassenverkehrsvorschriften/bussen.html

Bezahlt ein Täter, der nicht in der Schweiz Wohnsitz hat, die Busse nicht sofort, so hat er den Betrag zu hinterlegen oder eine andere angemessene Sicherheit zu leisten. (Art. 9 OBG).

Ich bin Ausländer in der Schweiz und habe einen Autounfall, wie gehe ich vor?

Die Situation nach einem Verkehrsunfall im Ausland ist in vielerlei Hinsicht problematischer als nach einem Unfall im Wohnland. Es empfiehlt sich daher, bei Fahrten im Ausland stets ein "Europäisches Unfallprotokoll" mitzuführen, ebenso die „Grüne Versicherungskarte". Auf Anfrage erhalten Sie das Europäische Unfallprotokoll in Ihrer Sprache bei Ihrer Versicherung.

Weitere Informationen:

Zuletzt geändert am 18.12.2015