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Gesetzliche Unfallversicherung in der Schweiz

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L’obligation d’être assuré contre les accidents en Suisse

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Gesetzliche Unfallversicherung in der Schweiz

Alle in der Schweiz unselbständig Erwerbstätigen sind obligatorisch über ihren Arbeitgeber unfallversichert. Der Versicherungsschutz umfasst:

  • Berufsunfälle

  • Berufskrankheiten

  • Nichtberufsunfälle (NBU)


Teilzeitangestellte, deren wöchentliche Arbeitszeit bei einem Arbeitgeber nicht mindestens 8 Stunden beträgt, sind jedoch nur gegen Berufsunfälle und Berufskrankheiten, nicht aber gegen Nichtberufsunfälle versichert. In diesen Fällen gelten allerdings Unfälle auf dem Arbeitsweg als Berufsunfälle.
Die Arbeitgeber tragen die Prämien für die Versicherung der Berufsunfälle und -krankheiten. Die Prämien für die Versicherung der Nichtberufsunfälle werden dagegen in der Regel vom Lohn abgezogen, sofern sie der Arbeitgeber nicht freiwillig ganz oder teilweise übernimmt.

Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen, die nicht nur gegen Berufsunfälle, sondern auch gegen Nichtberufsunfälle obligatorisch versichert sind, können die Unfalldeckung beim Krankenversicherer sistieren. Die Krankenversicherungsprämie wird entsprechend herabgesetzt.

Beachten Sie:

  • Alle nicht obligatorisch Versicherten − also insbesondere auch die selbständig Erwerbenden − sollten sich selbst um eine entsprechende (freiwillige) Unfalldeckung kümmern.

  • Die Arbeitgeber müssen ihre Arbeitnehmer je nach Tätigkeitsbereich bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) oder bei den anderen zugelassenen Versicherern (Privatversicherer, Krankenkassen, öffentliche Unfallversicherungskassen) versichern. Im Bundesgesetz über die Unfallversicherung (UVG) sind die Betriebe und Verwaltungen aufgeführt, die obligatorisch bei der SUVA versichert sind.

  • Einen guten Überblick gibt das Merkblatt Obligatorische Unfallversicherung UVG,
    welches Sie hier herunterladen können.

Zuletzt geändert am 04.08.2016

Leistungen der Unfallversicherung in der Schweiz

Die Versicherungsleistungen der schweizerischen Unfallversicherung umfassen:

  • medizinische Behandlung und Kostenvergütung

  • Taggeld bei Arbeitsunfähigkeit

  • Invalidenrente (nach UVG, nicht zu verwechseln mit der Invalidenrente der IV)

  • Integritätsentschädigung

  • Hilflosenentschädigung

  • Hinterlassenenrente

Einige der Geldleistungen (nicht aber die Kostenvergütung) können bei Selbstverschulden gekürzt werden, insbesondere bei grob fahrlässigem Verhalten. Letzteres gilt allerdings nur für Nichtberufsunfälle (wozu auch der Arbeitsweg gehört). Bei grobfahrlässigen Berufsunfällen dürfen nach Rechtsprechung des Bundesgerichts keine Kürzungen vorgenommen werden.

Zuletzt geändert am 18.12.2015

Medizinische Behandlung und Kostenübernahme nach einem Unfall (Schweiz)

Die Versicherten haben insbesondere Anspruch auf angemessene Behandlung der Unfallfolgen (u. a. ambulante ärztliche Behandlung; verordnete Arzneimittel; Behandlung, Verpflegung und Unterkunft in einem Krankenhaus), sowie auf Übernahme/Erstattung der entsprechenden Kosten (also z. B. auch Reise-, Transport- und Rettungskosten).

Zuletzt geändert am 05.08.2016

Tagegeld nach einem Unfall

Ist die versicherte Person infolge des Unfalls voll oder teilweise arbeitsunfähig, so hat sie Anspruch auf ein Taggeld. Das Taggeld wird ab dem dritten Tag nach dem Unfall ausgerichtet und beträgt bei voller Arbeitsunfähigkeit 80 % des versicherten Verdienstes, bei teilweiser Arbeitsunfähigkeit entsprechend weniger. Den Verdienstausfall für den ersten und den zweiten Tag nach dem Unfall schuldet zu 80 % der Arbeitgeber.

Zuletzt geändert am 18.12.2015