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Gesetzliche Unfallversicherung in Frankreich

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L’obligation d’être assuré contre les accidents en France

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Gesetzliche Unfallversicherung in Frankreich

Alle Erwerbstätigen oder Beschäftigten sind unabhängig von ihrer Tätigkeit, der Anzahl ihrer Arbeitgeber oder ihrem Arbeitsort gegen Arbeitsunfälle oder Berufskrankheiten versichert. Dies gilt ab dem Zeitpunkt der Einstellung.

Die Höhe des vom Arbeitgeber eingezahlten Beitrags wird jedes Jahr festgelegt. Die Regelung sieht verschiedene Tarifgestaltungsmethoden vor, die von der Anzahl der vom Unternehmen beschäftigten Angestellten abhängt.

Arbeitnehmer, die nicht gegen Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten versichert sind, können sich freiwillig gegen diese Risiken bei der Caisse Primaire d’Assurance Maladie (zuständigen Ortskrankenkasse) versichern lassen. In diesem Fall werden die Beiträge vom freiwillig Versicherten gezahlt.

Ein Arbeitnehmer, der von einem Arbeitsunfall oder einer Berufskrankheit betroffen ist, ist durch bestimmte Regelungen im Bereich des Arbeitsrechts geschützt. Er kann darüber hinaus besondere Sozialversicherungsleistungen in Anspruch nehmen.


Ausführliche Liste der versicherten Personenkreise im Sozialversicherungsgesetzbuch (nur auf Französisch):

Zuletzt geändert am 04.08.2016

Leistungen der französischen Unfallversicherung

Die französische Krankenversicherung sieht bei einem Unfall verschiedene Leistungen vor:

  • medizinische Behandlung und Erstattung der Behandlungskosten
  • Tagegelder der Sozialversicherung bei Krankschreibung (Karenzzeit von drei Tagen bei einem Wegeunfall) ggf. mit einer Ergänzungszahlung des Arbeitgebers (ab den achten Tag der Arbeitsunfähigkeit bei einem Wegeunfall)
  • Rente oder Kapitalabfindung bei anhaltender völliger oder verminderter Arbeitsunfähigkeit
  • Hinterbliebenenrente
Zuletzt geändert am 18.12.2015

Medizinische Behandlung und Kostenvergütung nach einem Unfall (Frankreich)

Das Unfallopfer muss zunächst seinen Arbeitgeber informieren. Dabei muss es eine Frist von 24 Stunden einhalten, die nur wegen Einwirkung höherer Gewalt, völliger Unmöglichkeit oder anderen triftigen Gründen überschritten werden darf.

Sobald ihre Krankenkasse den beruflichen Charakter des Unfalls (Arbeitsunfall oder Wegeunfall) anerkannt hat, werden die durch den Unfall bedingten medizinischen, chirurgischen und pharmazeutischen Kosten zu 100 % im Rahmen der Tarife der Sozialversicherung übernommen. Um diese Kostenvergütung zu erhalten, müssen Sie jedem Arzt oder Apotheker das Formular des Arbeitsunfalls vorlegen.

Zuletzt geändert am 05.08.2016

Tagegeld nach einem Unfall

Im Falle eines Unfalls oder einer Krankheit bezieht der krankgeschriebene Beschäftigte Tagegeld von der Sozialversicherung. Dazu kann auch ein Lohnzuschuss vom Arbeitgeber kommen, wenn der Beschäftigte mindestens ein Jahr Dienstzeit vorweisen kann. Ausgenommen sind Heimarbeiter, Zeitarbeiter und Saisonarbeiter.

Der Beschäftigte bezieht erst 90 %, dann 66 % des Bruttolohnes (die Tagegelder der Sozialversicherung abgezogen), den er im Normalfall bekommen hätte. Die Dauer der Leistungen hängt von der Dienstzeit ab.

Manche Tarifverträge können für den Beschäftigten günstigere Entschädigungsleistungen vorsehen als die oben genannte gesetzliche Entschädigung.

 

 

Zuletzt geändert am 18.12.2015

Weitere Informationen

Zuletzt geändert am 18.12.2015