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Leiharbeitskräfte

Art. 13 Abs. 6

Leiharbeitskräfte versteuern ihr Einkommen im Beschäftigungsland; dem Ansässigkeitsstaat steht aber ebenfalls ein Besteuerungsrecht zu. Die Grenzgängerregelung des Art. 13 Abs. 5 DBA D/F ist jedoch vorrangig. Wann Leiharbeit vorliegt richtet sich nach nationalem Recht.

Die Doppelbesteuerung wird wie folgt vermieden:

Bei Leiharbeitskräften, die in Deutschland ansässig sind, wird die französische Steuer, die auf die französischen Leiharbeitseinkünfte erhoben wird, auf die deutsche Steuer angerechnet (Art. 20 I c DBA D/F).

Leiharbeitskräfte, die in Frankreich ansässig sind, haben, sofern Ihre Einkünfte in Deutschland besteuert wurden, und sie nicht die Grenzgänger-Voraussetzungen erfüllen, einen Anspruch auf einen Anrechnungsbetrag bei der französischen Steuer,  gemäß Art. 20 II bb DBA D/F. 

Kann die in Frankreich ansässige grenzüberschreitende Arbeitskraft am Ende des Jahres allerdings nachweisen, dass sie die Grenzgängereigenschaften erfüllt hat, kann sie die in Deutschland bezahlte Lohnsteuer zurückfordern. Hierzu ist unter anderem das Formular Nr. 5011a beim deutschen Finanzamt vorzulegen. Die Einkünfte sind dann vollständig in Frankreich zu versteuern.

Zuletzt geändert am 15.02.2021

Leiharbeitskräfte

Für Leiharbeitnehmer gibt es im DBA D/CH keine Besonderheiten. Es gelten also grundsätzlich die allgemeinen (bereits dargelegten) Regelungen.

Zuletzt geändert am 12.02.2021