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FAQ Schweiz

Die häufigsten Fragen von Grenzgängern in die Schweiz im Zusammenhang mit dem Coronavirus

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FAQ Suisse

Les questions les plus fréquentes des frontaliers vers la Suisse en lien avec le Coronavirus

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Informationen zu Deutschland, Frankreich und der Schweiz

In den Unterrubriken finden Sie einerseits eine Sammlung von Links zu offiziellen Informationsquellen der drei Staaten, andererseits eine Zusammenstellung der häufigsten grenzüberschreitenden Fragen im Zusammenhang mit der Ausbreitung des Coronavirus.

Die Inhalte werden laufend überarbeitet und ergänzt. Wir bitten Sie angesichts der enorm dynamischen Situation um Verständnis dafür, dass evtl. nicht immer alles auf dem neusten Stand ist. Im Zweifelsfall informieren Sie sich bitte über die offizielle Linksammlung!




Interaktives COVID-Einreisetool

Sie möchten die Grenze überqueren? Mit unserem COVID-Einreisetool erfahren Sie, welche Regeln in der Oberrhein-Region gelten.
Zuletzt geändert am 20.12.2021

COVID-19 - Arbeitsrechtliche Folgen für Grenzgänger in die Schweiz

Arbeitnehmer/innen sollten berücksichtigen, dass die derzeitige Situation auch für die Arbeitgeber/innen schwierig ist und eine große Herausforderung darstellt. In einer solchen Ausnahmesituation sind gute Ergebnisse in aller Regel nur gemeinsam zu erzielen, und die Abstimmung untereinander ist von entscheidender Bedeutung. Arbeitgeber/in und Arbeitnehmer/in sollten daher das Gespräch miteinander suchen und gemeinsam sinnvolle und flexible Lösungen entwickeln und umsetzen. Die staatlichen Stellen tun das ihnen Mögliche, um hierfür Hand zu bieten, Arbeitnehmer/in wie Arbeitgeber/in finanziell zu unterstützen und die Beteiligten nicht mit unnötiger Bürokratie zu belasten.

Zuletzt geändert am 21.08.2020

Grenzüberquerung / Auslandreisen

Welche Einschränkungen gibt es hinsichtlich der Überquerung der Grenze zur Schweiz?

Möglicherweise dürfen Sie nicht in die Schweiz einreisen. Klären Sie vor Ihrer Reise folgende Fragen:

  1. Darf ich überhaupt in die Schweiz einreisen? Die Antwort finden Sie auf der Webseite des Staatssekretariats für Migration (SEM). Das SEM ist für die Einreisebestimmungen der Schweiz zuständig.
  2. Nur falls Ihre Einreise erlaubt ist: Welche Regeln gibt es? Die Antwort finden Sie auf der Webseite des Bundesamts für Gesundheit (BAG). Das BAG ist für die grenzsanitarischen Maßnahmen zuständig.

Wer einen Schweizer Pass hat oder über eine gültige Aufenthaltsbewilligung in der Schweiz verfügt, darf jederzeit in die Schweiz einreisen. Alle Einreisenden müssen die grenzsanitarischen Maßnahmen der Schweiz beachten.

ACHTUNG: Aufgrund der COVID-19-Pandemie bestehen für die Einreise in die Schweiz besondere Bestimmungen. Mit wenigen Ausnahmen müssen alle Einreisenden ein Einreiseformular und ein negatives Testresultat vorweisen. Zudem kann es sein, dass Sie in Quarantäne gehen müssen (vgl. unten, "Einreisende: Quarantäne, negatives Testresultat, Einreiseformular").

Kann ein Arbeitgeber seinen Angestellten Reisen ins Ausland verbieten?

Nein. Arbeitgeber haben kein Recht, sich einzumischen, was die Reisen ihrer Angestellten in deren Freizeit angehen. Werden die Angestellten aber durch eine Quarantäne vor Ort blockiert, muss der Arbeitgeber ihnen für die Dauer Ihrer Abwesenheit keinen Lohn zahlen.

Kann ein Arbeitgeber seine Angestellten zwingen, aus beruflichen Gründen in ein Risikogebiet zu reisen?

Solange bzw. insoweit das EDA (Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten) keine Reisebeschränkungen erlässt und Geschäftsreisen in ihrem Arbeitsvertrag vorgesehen sind, müssen die Angestellten den Weisungen ihres Arbeitgebers nachkommen. Wenn die Angestellten eine Geschäftsreise ablehnen, kann dies als ungerechtfertigte Abwesenheit von der Arbeit angesehen werden.

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Zuletzt geändert am 17.12.2021

Einreise in die Schweiz: Einreiseformular, Testpflicht

Aufgrund der COVID-19-Pandemie bestehen für die Einreise in die Schweiz besondere Bestimmungen. Alle Einreisenden müssen die grenzsanitarischen Massnahmen der Schweiz beachten. Mit wenigen Ausnahmen müssen alle Einreisenden ein Einreiseformular und ein negatives Testresultat vorweisen. Zudem kann es sein, dass Sie in Quarantäne gehen müssen.

Welche Massnahmen für Sie gültig sind, zeigt Ihnen der interaktive Travelcheck.

Von der Einreiseformular-Pflicht und der allgemeinen Testpflicht (aber nicht von der Test-Pflicht beim Boarding) ausgenommen sind u.a. Personen, die

  • ohne Zwischenhalt durch die Schweiz durchreisen;
  • als Grenzgängerinnen oder Grenzgänger einreisen;
  • aus Gebieten an der Grenze zur Schweiz einreisen, mit denen ein enger wirtschaftlicher, gesellschaftlicher und kultureller Austausch stattfindet. Folgende Staaten, Gebiete und Regionen gelten in diesem Sinne als «Grenzgebiete»: Deutschland: Land Baden-Württemberg, Land Bayern; Frankreich: Region Grand-Est, Region Bourgogne / Franche Comté, Region Auvergne / Rhône-Alpes; Italien: Region Piemont, Region Aostatal, Region Lombardei, Region Trentino / Südtirol; Österreich: Land Tirol, Land Vorarlberg, Liechtenstein: gesamtes Fürstentum.

Die Grafik "Einreise in die Schweiz" des BAG gibt einen vereinfachenden Überblick über die verschiedenen Bestimmungen. Es gibt Ausnahmen und Regeln, die nicht abgebildet sind.
Bitte konsultieren Sie unbedingt jeweils die aktuelle Version und die genauen Bestimmungen unter BAG - Coronavirus: Einreise in die Schweiz!

Weitere Informationen

Zuletzt geändert am 20.12.2021

Isolation und Quarantäne

Personen, die positiv auf eine Infektion mit dem Coronavirus getestet wurden, müssen in Isolation. Personen, die engen Kontakt mit einer positiv getesteten Person hatten, müssen in Quarantäne.  

Isolation und Quarantäne sind Maßnahmen, um die Infektionsketten zu unterbrechen und so die Weiterverbreitung des Coronavirus einzudämmen. Eine Person, die eine bestätigte Infektion hat oder bei der eine Infektion vermutet wird, soll zu Hause bleiben und jeden Kontakt zu anderen Personen vermeiden. So können möglichst viele Neuansteckungen verhindert werden. Daraus ergeben sich folgende Regeln:

Personen, die positiv auf eine Infektion mit dem Coronavirus getestet werden, müssen in Isolation.

Personen, bei denen eine Wahrscheinlichkeit einer Infektion mit dem Coronavirus besteht, müssen für 10 Tage in Quarantäne. Eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für eine Ansteckung besteht in folgenden Fällen:

  • Nach einem engen Kontakt mit einer Person, die positiv auf das Coronavirus getestet wurde. Dies ist die Quarantäne nach einem engen Kontakt (kurz Kontaktquarantäne).
  • Nach einem Aufenthalt in einem Staat oder Gebiet mit erhöhtem Infektionsrisiko. Dies ist die Quarantäne für Einreisende (kurz Reisequarantäne).

Neue Quarantäneregel ab 8. Februar 2021

Die bisherige Regelung der Kontaktquarantäne wird durch eine Test- und Freigabestrategie ergänzt. Gemäß der bis anhin geltenden Regelung muss sich eine Person ab dem letzten Kontakt mit einer infizierten Person in eine 10-tägige Quarantäne begeben. Neu kann die Quarantäne mit Zustimmung der zuständigen kantonalen Behörde vorzeitig beendet werden, wenn die betroffene Person ab dem 7. Tag einen Antigen-Schnelltest oder eine molekularbiologische Analyse (PCR-Test) durchführt und das Resultat negativ ist. Die Testkosten muss die Person selber tragen. Bis zum eigentlichen Ablauf der Quarantäne (10. Tag) muss die Person jederzeit eine Gesichtsmaske tragen und den Abstand von 1.5 Metern gegenüber anderen Personen einhalten, außer sie hält sich in der eigenen Wohnung oder Unterkunft (z.B. Ferienwohnung, Hotel) auf. Bei einem positiven Test muss sich die Person unverzüglich in Isolation begeben.

Detaillierte Informationen finden Sie auf der Seite Häufig gestellte Fragen (FAQ) des BAG und auf der Seite Isolation und Quarantäne des BAG.

Weitere Informationen

Zuletzt geändert am 07.02.2021

Corona-Bestimmungen im Alltag

Das Bundesamt für Gesundheit BAG bietet auf seiner Internetseite eine Übersicht, welche Regeln und Verbote zurzeit national gelten. Das heißt, in der ganzen Schweiz gelten mindestens diese Maßnahmen. In den Kantonen kann es strengere Maßnahmen geben.
 

Überblick über die auf nationaler Ebene geltenden Maßnahmen (nicht abschließend):

Zertifikatspflicht

Damit Sie Zugang zu bestimmten Orten erhalten, müssen Sie ab 16 Jahren ein Covid-Zertifikat vorweisen können. Dabei wird zwischen folgenden Bereichen unterschieden:

  • 3G = Sie sind geimpft, genesen oder negativ getestet.
  • 2G = Sie sind geimpft oder genesen.
  • 2G+ = Sie sind geimpft oder genesen und können zusätzlich ein Zertifikat für ein negatives Testresultat vorweisen.

Ausnahme bei einer Zugangsbeschränkung auf 2G+: Haben Sie ein Zertifikat für eine Covid-19-Impfung oder für Genesene (Infektion mit einem positiven PCR-Test bestätigt), das weniger als 120 Tage alt ist? Dann benötigen Sie kein zusätzliches Zertifikat für ein negatives Testresultat. Haben Sie ein Covid-Zertifikat für einen positiven Antikörpertest? Dann müssen Sie immer zusätzlich ein Zertifikat für ein negatives Testresultat vorweisen.

Detaillierte Informationen zum COVID-Zertifikat finden Sie in der Medienmitteilung des Bundesrates sowie auf den Seiten des Bundesamts für Gesundheit BAG.

Arbeit

Homeoffice-Pflicht: Homeoffice ist in allen Bereichen Pflicht, in denen es ohne unverhältnismäßigen Aufwand möglich ist zu Hause zu arbeiten, verpflichtend. Arbeitgeber müssen die geeigneten organisatorischen und technischen Maßnahmen treffen, um Home Office zu ermöglichen.

Covid-Zertifikat: Arbeitgeber dürfen überprüfen, ob ihre Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer geimpft oder genesen sind oder über ein Zertifikat für ein negatives Testresultat (3G) verfügen, wenn es dazu dient, angemessene Schutzmaßnahmen festzulegen oder Testkonzepte umzusetzen. Die Information über den Immunitätsstatus oder das Testergebnis dürfen nicht für weitere Zwecke verwendet werden. Die Verwendung des Zertifikats sowie die daraus abgeleiteten Maßnahmen müssen bei den Arbeitnehmenden konsultiert und schriftlich dokumentiert werden. Der Arbeitgeber muss aus Datenschutzgründen, wenn immer möglich, das datenarme «Zertifikat light» verwenden.

Maskenpflicht in Innenräumen: Es gilt eine Maskenpflicht für alle Mitarbeitenden in Innenräumen, in denen sich mehrere Personen aufhalten. Ausnahmen gelten für Situationen, in denen aus Sicherheitsgründen oder aufgrund der Art der Tätigkeit keine Maske getragen werden kann sowie für Personen, die aus medizinischen Gründen keine Maske tragen können. Namentlich gilt keine Ausnahme von der Maskenpflicht, wenn es sich um einen Betrieb handelt, in dem die Arbeitnehmenden die Voraussetzungen von 2G+ erfüllen.

Schutz am Arbeitsplatz: Informationen finden Sie auf der Seite Schutzkonzepte und auf der Seite Besonders gefährdete Personen.

Private Treffen und Feste

Bei Veranstaltungen im Freundes- und Familienkreis (z.B. Treffen und Feste), die nicht in öffentlich zugänglichen Einrichtungen  stattfinden, ist die erlaubte Anzahl Personen eingeschränkt. Bei dieser Anzahl werden Kinder mitgezählt.

Regel drinnen: Erlaubt sind maximal 30 Personen, wenn alle geimpft oder genesen sind. Sobald eine Person dabei ist, die nicht geimpft oder genesen und älter als 16 Jahre ist, dürfen sich nur noch maximal 10 Personen treffen.

Regel draußen: Erlaubt sind maximal 50 Personen.

Es sind die Empfehlungen des BAG zu Hygiene und Verhalten zu beachten.

Private Veranstaltungen in öffentlichen Einrichtungen: Es gelten die Veranstaltungsregeln der jeweiligen Einrichtung.

Veranstaltungen

In Innenräumen
Bei Veranstaltungen in Innenräumen ist grundsätzlich der Zugang ab 16 Jahren auf Personen mit gültigem Covid-Zertifikat beschränkt.
Für alle Veranstaltungen in Innenräumen gilt grundsätzlich Maskenpflicht. Wo weder das Maskentragen noch eine Sitzpflicht möglich ist, sind nur geimpfte und genesene Personen zugelassen, die zusätzlich ein Zertifikat für ein negatives Testresultat vorweisen können (2G+). Genauere Informationen zu den verschiedenen Einsatzbereichen des Covid-Zertifikats sowie Ausnahmen davon finden Sie auf der Seite Einsatz des Covid-Zertifikats des BAG.

Im Freien
Auch bei Veranstaltungen im Freien ist der Zugang ab 16 Jahren auf Personen, die geimpft oder genesen (2G) sind, beschränkt. Die Veranstalterin oder der Veranstalter kann freiwillig den Zugang auf geimpfte und genesene Personen beschränken, die zusätzlich über ein Zertifikat für ein negatives Testresultat verfügen (2G+). Auf eine Zugangsbeschränkung kann verzichtet werden, wenn maximal 300 Personen eingelassen werden und die Besucherinnen und Besucher nicht tanzen.

Restaurants, Bars und Clubs

Der Zugang zu Innenbereichen von Restaurations-, Bar- und Clubbetrieben, in denen die Konsumation vor Ort erfolgt, muss auf Personen ab 16 Jahren, die geimpft oder genesen (2G) sind, beschränkt werden. Die Betreiber und Betreiberinnen müssen zudem für eine wirksame Lüftung der Räumlichkeiten sorgen.

In Restaurations-, Bar- und Clubbetrieben, welche den Zugang auf 2G beschränken, dürfen die Gäste die Maske erst am Tisch ablegen und nur sitzend konsumieren.

In Restaurations-, Bar- und Clubbetrieben, welche den Zugang auf 2G+ beschränken, fällt sowohl die Sitzpflicht wie auch die Maskenpflicht für Gäste weg.

Für Außenbereiche können die Betreiber frei entscheiden, ob sie für diese ebenfalls eine Zugangsbeschränkung vorsehen wollen oder nicht. Sieht ein Betreiber im Außenbereich keine Beschränkung des Zugangs vor, so muss zwischen den Gästegruppen entweder der erforderliche Abstand von 1,5 Metern eingehalten oder eine Abschrankung angebracht werden.

Oben genannte Regelungen gelten auch für Hotelrestaurants (jedoch nicht für die alleinige Übernachtung im Hotel). In Gassenküchen, Betriebskantinen sowie in Restaurants im Transitbereich von Flughäfen, der nur für Passagiere mit Tickets zugänglich ist, gelten keine Zugangsbeschränkungen.

Betreiber von Restaurationsangeboten in diesen Bereichen müssen geeignete, auf die spezifische Situation zugeschnittene Schutzmaßnahmen vorsehen.

Masken

An vielen öffentlichen Orten gilt Maskenpflicht. Beispielsweise in Geschäften, in Restaurants, im öffentlichen Verkehr und in belebten Fußgängerbereichen. Genaue Informationen finden Sie auf der Seite Masken. Als Faustregel gilt: Tragen Sie immer eine Maske, wenn Sie nicht zu Hause sind und den Abstand von 1,5 Metern zu anderen Personen nicht durchgehend einhalten können.

Schutzmaßnahmen auf kantonaler Ebene

Seit Juni 2020 gilt die besondere Lage gemäß Epidemiengesetz. Die Kantone treffen zusätzliche Maßnahmen, wenn die Fallzahlen auf ihrem Gebiet steigen, ein Anstieg der Fallzahlen droht oder weitere Indikatoren auf eine problematische Entwicklung hindeuten (z.B. Reproduktionswert, Kapazitäten im Contact Tracing und in der Gesundheitsversorgung). Die Maßnahmen können sich deshalb von Kanton zu Kanton unterscheiden.

Informieren Sie sich beim entsprechenden Kanton, welche kantonalen Maßnahmen gelten! Wo die kantonalen Maßnahmen strenger sind als die nationalen, gilt es diese zu beachten. Die Links zu den Informationsangeboten der Kantone finden Sie auf der Webseite www.ch.ch.

Weitere Informationen

Zuletzt geändert am 20.12.2021

Lohn

Lohnfortzahlung

Wenn Sie in Isolation müssen, weil Sie am neuen Coronavirus erkrankt sind und ärztlich krankgeschrieben wurden, dann haben Sie Anspruch auf eine Lohnfortzahlung oder auf ein Krankentaggeld. Eine Lohnfortzahlung ist durch das Obligationenrecht (OR) geregelt. Ihr Arbeitgeber ist dadurch verpflichtet, Ihnen während mindestens drei Wochen den Lohn zu bezahlen. Viele Arbeitgeber schließen eine Krankentaggeldversicherung ab, damit sie ihren Mitarbeitenden bei längeren Ausfällen infolge einer Krankheit 80 Prozent des Lohnes bezahlen können. Informieren Sie sich bei Ihrem Arbeitgeber und in Ihrem Arbeitsvertrag, welche Regelungen für Sie gelten.

Wenn Sie in angeordnete Quarantäne müssen, weil Sie Kontakt mit einer positiv getesteten Person hatten, dann haben Sie Anspruch auf eine Erwerbsausfallentschädigung. Informationen dazu finden Sie auf der Webseite des Bundesamts für Sozialversicherungen BSV:
https://www.bsv.admin.ch/bsv/de/home/sozialversicherungen/eo-msv/grundlagen-und-gesetze/eo-corona.html.

Lohnfortzahlung oder Erwerbsersatz?

Zuerst muss geprüft werden, ob eine Lohnfortzahlungspflicht des Arbeitgebers durch den Arbeitsvertrag besteht. Die konkrete Beurteilung einer Lohnfortzahlung erfolgt zwischen Ihnen und Ihrem Arbeitgeber. Im Streitfall müsste wohl ein Gericht entscheiden.

In zwei Fällen ist die Lohnfortzahlungspflicht gegeben:

  • Wenn Sie von Ihrem Arbeitgeber in einen Staat oder ein Gebiet mit erhöhtem Infektionsrisiko zur Arbeit entsendet werden und nach der Rückreise in die Schweiz in Quarantäne müssen.
  • Wenn Sie trotz Quarantäne arbeiten können, also im Homeoffice.


Wenn Sie aufgrund der Quarantäne für Einreisende nicht arbeiten können und vom Arbeitgeber keinen Lohn erhalten, gilt folgendes:

  • Es besteht Anspruch auf Corona-Erwerbsersatz, wenn Sie die Quarantäne unverschuldet antreten müssen. Unverschuldet heißt, dass Ihr Reiseziel zum Zeitpunkt Ihrer Abreise nicht auf der Liste der Staaten und Gebiete mit erhöhtem Infektionsrisiko stand und Sie zum Zeitpunkt der Abreise auch nicht aufgrund einer offiziellen Ankündigung wissen konnten, dass Ihr Reiseziel während Ihrer Reise auf diese Liste gesetzt wird.
  • Somit besteht kein Anspruch auf Entschädigung, wenn Ihr Reiseziel bei Ihrer Ausreise bereits auf der Liste der Staaten und Gebiete mit erhöhtem Infektionsrisiko stand.


>>> vgl. auch unten, "Entschädigung für Erwerbsausfall bei Maßnahmen gegen das Coronavirus"

Zuletzt geändert am 23.08.2020

Kurzarbeit

Was ist Kurzarbeit?

Einen etwaigen Anspruch auf Kurzarbeitsentschädigung haben Arbeitnehmer/innen, denen aus wirtschaftlichen Gründen die Arbeitszeit gekürzt wird oder die ihre Arbeit für eine gewisse Zeit ganz einstellen müssen. Dadurch soll verhindert werden, dass infolge kurzfristiger und unvermeidbarer Arbeitsausfälle Kündigungen ausgesprochen werden müssen. Kurzarbeit ist vorrangig für Unternehmen bestimmt, bei denen aufgrund der Art ihrer Tätigkeit kein Home-Office möglich ist.

Das SECO hat die Kantone damit beauftragt, die Gesuche um Kurzarbeitsentschädigung im Zusammenhang mit dem Coronavirus zu prüfen. Damit das Gesuch genehmigt wird, muss der Arbeitsausfall in einem adäquaten Kausalzusammenhang mit dem Virus stehen. Kurzarbeit kann in folgenden Fällen gewährt werden (sofern die üblichen Bedingungen für Kurzarbeit erfüllt sind):

  • Die Betriebsschließung oder das Zutrittsverbot für gewisse Gebäude ist auf behördlich angeordnete Maßnahmen zurückzuführen.
  • Die Angestellten können ihre Arbeitszeiten nicht einhalten, weil Verkehrseinschränkungen den Zugang zu ihrem Arbeitsort erschweren.
  • Wegen Lieferengpässen oder Import-/Exportverboten fehlt es an den nötigen Roh- oder Betriebsstoffen.

Wie wird die Kurzarbeitsentschädigung ausgezahlt?

Die Kurzarbeitsentschädigung deckt 80 % des auf die ausgefallenen Arbeitsstunden entfallenden Lohns ab. Der Arbeitgeber muss sie seinen Angestellten am normalen Zahltag auszahlen. Die von ihm gewählte Arbeitslosenkasse stattet ihm diesen Vorschuss anschließend anhand einer Abrechnung zurück, die nach jedem Kalendermonat erstellt wird.

Wer hat Anspruch auf Kurzarbeitsentschädigung?

Anspruch auf Kurzarbeitsentschädigung haben grundsätzlich Angestellte, die Beiträge an die Arbeitslosenversicherung leisten. Der Bundesrat hat am 20.03.2020 mehrere Änderungen bezüglich Kurzarbeit beschlossen. Der Anspruch auf Kurzarbeit wurde ausgeweitet auf:

  • Angestellte in befristeten Arbeitsverhältnissen
  • Temporärangestellte
  • Lernende
  • arbeitgeberähnliche Angestellte
  • Personen, die im Betrieb des Ehegatten bzw. des eingetragenen Partners mitarbeiten

Keinen Anspruch haben die "reinen" Selbständigerwerbenden.

Müssen Arbeitgeber Kurzarbeit voranmelden?

Ja, Arbeitgeber müssen

  • Kurzarbeit bei ihrer zuständigen Arbeitslosenkasse beantragen und
  • die Angestellten um individuelle Zustimmung bitten.

Mein Arbeitgeber schlägt mir vor, mein Arbeitspensum zu reduzieren. Muss ich das akzeptieren?

Juristisch gesehen sind Sie nicht verpflichtet, dem Vorschlag auf Kurzarbeitsentschädigung Ihres/r Arbeitgeber/in zuzustimmen. Bei Weigerung muss der/die Arbeitgeber/in den vollen Lohn weiterzahlen. Sie sollten sich aber des Risikos bewusst sein, dass der/die Arbeitgeber/in in diesem Fall unter Umständen eine ordentliche Kündigung ausspricht.

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Zuletzt geändert am 23.08.2020

Entschädigung für Erwerbsausfall bei Maßnahmen gegen das Coronavirus

Der Bundesrat hat seit dem 20. März 2020 eine Reihe von Maßnahmen getroffen, um die wirtschaftlichen Folgen der weiteren Verbreitung des Coronavirus für die betroffenen Unternehmen und Arbeitnehmenden abzufedern. Die Auszahlung der Entschädigung für den Erwerbsausfall wegen der Coronakrise läuft über die AHV-Ausgleichskassen. Aktualisierte Informationen werden laufend und so früh als möglich auf der Internetseite des BSV aufgeschaltet und von den Ausgleichskassen zur Verfügung gestellt. Ein Anspruch auf Corona-Erwerbsersatz muss bis spätestens 16. September 2020 geltend gemacht werden.

Wer hat Anrecht auf eine Entschädigung?

  • Eltern mit Kindern, die ihre Erwerbstätigkeit unterbrechen müssen, weil die Fremdbetreuung der Kinder nicht mehr gewährleistet ist;
  • Personen, die wegen einer Quarantänemaßnahme ihre Erwerbstätigkeit unterbrechen müssen;
  • Selbstständigerwerbende, die wegen den Maßnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus einen Erwerbsausfall erleiden;
  • Selbstständigerwerbende Künstlerinnen und Künstler, deren Engagements wegen den Maßnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus annulliert wurden oder die einen eigenen Anlass absagen mussten.

Erhalten auch Grenzgängerinnen und Grenzgänger diese Entschädigung?

Für Grenzgängerinnen und Grenzgänger, die in der Schweiz arbeiten, gelten die gleichen Rechte und Anspruchsvoraussetzungen. Sind sie durch andere Gründe an der Arbeit verhindert, beispielsweise durch eine Grenzschließung, haben sie hingegen keinen Anspruch auf die vorliegende Entschädigung.

Weitere Informationen

Zuletzt geändert am 23.08.2020

Home-Office

Anspruch des Arbeitnehmers auf Home-Office oder Pflicht des Arbeitnehmers zum Home-Office?

Unter dem Begriff Home-Office wird jene Arbeit verstanden, die Arbeitnehmer/innen ganz oder teilweise, regelmäßig oder unregelmäßig von zu Hause aus verrichten. Dabei ist der häusliche Arbeitsplatz normalerweise mit dem betrieblichen Arbeitsplatz durch elektronische Kommunikationsmittel verbunden.

Von Gesetzes wegen besteht normalerweise kein Anspruch auf ein Arbeiten von zu Hause aus. Auch der/die Arbeitgeber/in kann seinerseits nicht ohne Weiteres Home-Office verordnen. Gewährt der/die Arbeitgeber/in diese Arbeitsform, sollte im Arbeitsvertrag oder in einem gesonderten Reglement als integrierender Bestandteil des Arbeitsvertrages ein Vermerk unter „Arbeitsort“ angebracht werden. In der aktuellen Notlage sind die Arbeitgeber/innen von Seiten der Behörden dazu aufgefordert worden, bei der Bewilligung von Home-Office flexibel zu sein.

Ab 20.12.2021: Home-Office-Pflicht (befristet bis 24.01.2022)

Homeoffice ist in allen Bereichen, in denen es ohne unverhältnismässigen Aufwand möglich ist, zu Hause zu arbeiten, verpflichtend. Arbeitgeber müssen die geeigneten organisatorischen und technischen Massnahmen treffen, um Home Office zu ermöglichen.

Suchen Sie zusammen mit Ihrem Arbeitgeber nach einer Lösung, die möglichst gleichermaßen den betrieblichen, wie den nationalen rechtlichen Bestimmungen Rechnung trägt!

Mehrfachbeschäftigung/"Pluriactivité" (gleichzeitige Tätigkeiten in mehreren Staaten), Auswirkungen der Home-Office-Tätigkeit von Grenzgängern auf das Sozialversicherungsrecht

Die besondere Situation im Zusammenhang mit dem Coronavirus hat potentiell auch Auswirkungen auf die Sozialversicherungen im internationalen Kontext. Dies insbesondere deshalb, weil in den vergangenen Monaten Corona-bedingt markant mehr Arbeitnehmende im Home-Office tätig waren als noch im Jahr zuvor.

Bei Grenzgängern legen die normalen europäischen Koordinationsregeln im Sozialversicherungsbereich eine Obergrenze fest, wie hoch der Home-Office Anteils sein darf. Bei 25 % oder mehr (gemessen am Gesamtarbeitspensum) untersteht ein Arbeitnehmer nicht mehr dem Sozialversicherungssystem seines Arbeitslandes, sondern jenem seines Wohnlandes (Art. 13 Abs. 1 lit. a VO 883/2004 und Art. 14 Abs. 8 VO 987/2009, vgl. hierzu unser Merkblatt). Diese Rechtswirkung ist in vielen Fällen weder von Arbeitgeber- noch von Arbeitnehmerseite erwünscht.

Seit März/April 2020 sind sich die europäischen Staaten einig, dass die Versicherungsunterstellung sich nicht aufgrund der COVID-19-Einschränkungen ändern soll. Entsprechend wurden Sonderregeln erlassen, wonach die besagte Begrenzung auf 25 % bis auf Weiteres nicht mehr gelten soll. Arbeitnehmende konnten in den vergangenen Monaten vollumfänglich im Home-Office arbeiten, ohne dass eine Änderung der Versicherungsunterstellung zu befürchten war.

Hinsichtlich der Frage, wann die Sondersituation beendet sei und man wieder zu den normalen Regeln zurückkehren wolle, galten zwischen den verschiedenen Staaten zeitweise unterschiedliche Fristen. Angesichts der unterschiedlichen sanitären Situation in den einzelnen Staaten gibt es heute erneut keine europaweite Frist für die flexible Anwendung der Unterstellungsregeln.

Die Schweiz hat mit Deutschland, Italien, Österreich und Liechtenstein die flexible Anwendung der Unterstellungsregeln bis zum 30. Juni 2022 vereinbart. Für Frankreich gilt dies mindestens bis zum 31. März 2022.

In den Beziehungen zu den anderen Staaten gilt grundsätzlich die flexible Anwendung bis zum 31. Dezember 2021. Diskussionen über eine Verlängerung der Frist finden sowohl bilateral mit Italien als auch auf europäischer Ebene statt.

Weitere Informationen

Zuletzt geändert am 21.12.2021

Disclaimer

Alle Angaben in diesen FAQs wurden mit größter Sorgfalt zusammengestellt. Trotz sorgfältiger Prüfung und insbesondere angesichts der kontinuierlich sich ändernden Ausgangslage übernehmen wir für die Richtigkeit dieser Angaben keine Gewähr.

Quellen

www.admin.ch
www.bs.ch

Zuletzt geändert am 29.10.2020