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Krankheit/Pflege

In welchem Land Sie sich krankenversichern müssen, richtet sich danach, welchem Sozialversicherungsrecht Sie unterstehen. In diesem Land müssen nach den jeweils geltenden nationalen Vorschriften Sozialversicherungsbeiträge abgeführt werden. Außerdem müssen Sie sich grundsätzlich auch in diesem Land krankenversichern.

Eine Ausnahme von diesem Grundsatz ist das sog. Optionsrecht für Grenzgänger in die Schweiz.

Informationen dazu, welches Sozialversicherungsrecht überhaupt anwendbar ist, finden Sie unter der Rubrik Sozialversicherung „Einleitung“.

Mehr zum Thema:

Zuletzt geändert am 05.08.2016

Krankenversicherung in Deutschland

Das deutsche Krankenversicherungssystem unterteilt sich in gesetzliche und private Krankenversicherungen:

Wenn Sie als Angestellter unter einer gewissen Grenze verdienen, müssen Sie sich gesetzlich pflichtversichern. Man spricht von der Versicherungspflichtgrenze. Diese ändert sich jährlich und liegt im Jahr 2018 bei einem Bruttojahresverdienst von 59 400 €.

Sie müssen sich dann für die Mitgliedschaft bei einer der unterschiedlichen gesetzlichen Krankenkassen entscheiden. Eine Liste der unterschiedlichen gesetzlichen Krankenkassen finden Sie auf der Homepage des GKV Spitzenverbands.

Wenn Ihr Verdienst über dieser Grenze liegt, können Sie entweder eine private Krankenversicherung wählen, oder - sofern Sie die entsprechenden Vorversicherungszeiten erfüllen - freiwilliges Mitglied in einer gesetzlichen Krankenversicherung werden.

Auch als Selbständiger oder als Beamter sind Sie nicht pflichtversichert, sondern können entweder - wenn Sie die entsprechenden Voraussetzungen erfüllen - freiwilliges Mitglied in einer gesetzlichen Krankenversicherung werden, oder eine private Krankenversicherung wählen.

Zuletzt geändert am 30.10.2018

Krankenversicherung in Frankreich

Drei Gruppen von Krankenkassen

Im Rahmen der Sécurité Sociale gibt es in Frankreich im Wesentlichen drei Gruppen von Krankenkassen:

Das „régime général und das régime local" für Arbeitnehmer - diese sind in der CPAM (Caisse Primaire d'Assurance Maladie) versichert, die Agrarkasse (Mutualité Sociale Agricole) für landwirtschaftliche Arbeitkräfte, die Krankenkasse für Selbständige (Mutuelle des artisans) sowie eine Reihe weiterer Spezialgruppen.

Außerdem gibt es noch private Versicherungen, die eine ergänzende Zusatzversicherung anbieten, da die Krankenkassen nur einen Teil der Kosten ersetzen. In welcher Höhe die Kosten erstattet werden, ist abhängig davon, ob Sie dem régime général oder dem régime local unterliegen. Deshalb hat die große Mehrheit der Versicherten eine derartige Zusatzversicherung abgeschlossen.

Kostenerstattungsprinzip

In Frankreich gilt grundsätzlich das Kostenerstattungsprinzip, d.h. der Patient zahlt dem behandelnden Arzt die erbrachte Leistung. Die carte vitale wird beim Arzt eingelesen, die Krankenkasse und die Zusatzversicherung (mutuelle) werden dann automatisch über den Vorgang informiert und erstatten dem Patienten die Kosten. Von diesem Vorkasse-System kann in bestimmten Situationen abgesehen werden und auch bei der Höhe des zu erstattenden Beitrags kann die persönliche Situation gegebenenfalls bis hin zur vollständigen Erstattung berücksichtigt werden. Den staatlich festgesetzten Teil, der nicht von der Krankenversicherung übernommen wird, beispielsweise das sog. ticket modérateur, muss der Versicherte entweder selbst bezahlen, oder hierfür eine Zusatzversicherung abschließen. Die allermeisten Personen in Frankreich verfügen über eine solche Zusatzversicherung, um dieses Risiko abzudecken.

Die Erstattungssätze unterscheiden sich je nach Art der Leistungen. Im Régime géneral sind dies in der Regel für ärztliche und zahnärztliche Leistungen 70%, andere medizinische Leistungen und Untersuchungen 60% oder 70 %, Krankenhausaufenthalt 80%, Medikamente werden zu 100 %, 65 % , 30 % oder 15 % (abhängig davon, wie die medizinische Wirksamkeit des Medikamentes bewiesen ist) ersetzt. Auf dieser Seite ersehen Sie mit welchem Prozentsatz Ihr Medikament ersetzt werden wird.

Im „Régime local", welches für Versicherte im Elsass und im Departement Moselle Anwendung findet, liegen die Erstattungssätze teilweise erheblich höher. Eine Erstattung der Kosten zu 100% kommt gegebenenfalls aus sozialen Gründen und während der Mutterschaft, sowie auch bei langen Krankenhausaufenthalten oder chronischen Erkrankungen in Betracht.

Weitere Informationen

Zuletzt geändert am 08.08.2018

Krankenversicherung in der Schweiz

Grundsatz: Versicherungspflicht

Grundsätzlich sind alle in der Schweiz wohnhaften oder erwerbstätigen Personen krankenversicherungspflichtig. Jedes Familienmitglied muss einzeln versichert sein. Eltern müssen Kinder innert dreier Monate nach der Geburt versichern lassen. Unter den am Wohnort tätigen Versicherern besteht Wahlfreiheit.

Versicherungspflichtig sind namentlich auch ausländische Arbeitskräfte, die unselbständig erwerbstätig sind und deren Aufenthaltsbewilligung weniger als drei Monate gültig ist, sofern sie für Behandlungen in der Schweiz nicht über einen gleichwertigen Versicherungsschutz verfügen (vgl. unten: Optionsrecht). Das gilt auch für Personen, die während längstens drei Monaten in der Schweiz erwerbstätig sind und nach dem Freizügigkeitsabkommen oder dem EFTA-Übereinkommen hierfür keine Aufenthaltsbewilligung benötigen.

In der Schweiz muss sich jeder selbst um seinen Versicherungsschutz kümmern, um dem gesetzlichen Obligatorium nachzukommen. Anders als in anderen Ländern bezahlt der Arbeitgeber in der Schweiz auch keinen Arbeitgeberanteil zur Krankenversicherung. Wenn man in der Schweiz seinen Wohnsitz hat, ist man verpflichtet die Grundversicherung durch einen gesetzlichen KVG-Tarif abzudecken. Darüber hinaus kann man private Zusatzversicherungen (nach VVG) abschließen. Die Anbieter der gesetzlichen (KVG) und privaten (VVG) Krankenversicherungstarife sind privatwirtschaftliche Krankenversicherungsunternehmen, die bestimmte gesetzliche Voraussetzungen erfüllen müssen.

Beachten Sie:

Der Abschluss einer rein privaten Versicherung (Grenzgängern werden teilweise spezielle VVG-Tarife angeboten) bedingt eine vorgängige Befreiung von der gesetzlichen Versicherungspflicht (vgl. unten: Optionsrecht) und kann dazu führen, dass ein in Deutschland wohnhafter Grenzgänger zu einem späteren Zeitpunkt, wenn er beispielsweise im Rentenalter dem deutschen Sozialversicherungsrecht untersteht, nicht mehr in die deutsche gesetzliche Krankenversicherung zurück wechseln kann. Man sollte sich also unbedingt vorher bei seiner (gesetzlichen) Krankenkasse erkundigen, ob und unter welchen Bedingungen eine Rückkehr in die gesetzliche Krankenversicherung möglich ist. Informationen zu dieser Problematik finden Sie unter Krankheit/Pflege in Deutschland.

Bei rechtzeitigem Beitritt beginnt die Versicherung im Zeitpunkt der Geburt oder der Wohnsitznahme, bei Personen ohne Wohnsitz in der Schweiz mit der Einreise oder der Aufnahme der Erwerbstätigkeit. Die Versicherung endet, wenn die versicherte Person der Versicherungspflicht nicht mehr untersteht (Beispiele: gemeldeter Wegzug aus der Schweiz, Ausreise, Aufgabe der Erwerbstätigkeit, Tod der Versicherten).
Es gibt eine Reihe von Ausnahmen von der Versicherungspflicht. Zuständig für die Vornahme von Befreiungen von der Versicherungspflicht sind die von den Kantonen bestimmten Stellen.

Zuletzt geändert am 05.08.2016